Hilfe für die Villa Steenken

Elsfleth (dsd). Seit 2010 beherbergt die Villa Steenken in Elsfleth einen Teil des Schifffahrtsmuseums Unterweser. Damit Villa und Sammlung auch zukünftig alle Wetter unbeschadet überstehen kann, unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) das Museum bei den anstehenden Dach- und Zimmererarbeiten mit 10.000 Euro. Die kleine Stadt Elsfleth war einst eine Zollstation, dort, wo der Fluss Hunte in die Weser mündet. Die stattliche Bürgervilla, am westlichen Hunteufer gelegen, ließ um 1890 der Elsflether Amtsarzt Christian Ludwig Steenken (1857-1933) für sich und seine Familie erbauen.

Da er gleichzeitig Vorsitzender der Elsflether Heringsfischerei-Gesellschaft war, scheint die heutige Nutzung des Gebäudes seit 2010 als Dauerausstellung des Schifffahrtsmuseums Unterweser eine passende. Hier werden die Geschichte der Stadt, des Hafens, der Reedereien der Region, die Bedeutung des Heringsfangs sowie die nautische Ausbildung von der Gründung der Seefahrtsschule 1832 bis zur Entstehung des Maritimen Campus anschaulich dargestellt.

Die einstige Villa Steenken erhebt sich über einem von einem vorkragenden Gesims abgeschlossenen Sockel. Die Fassaden der beiden ineinandergreifenden Baukörper sind verputzt und rustiziert, ein Zwerchhaus und ein vorgelagerter, polygonaler Erker mit Balkon akzentuieren die Gartenseite. Auffällig sind die aufwändig geschnitzten Windbretter an den Ortgängen von Giebeln und Zwerchhaus. Florale Formen, mit Krabben besetzte Bögen und gedrehte Knöpfe zeugen vom hohen Anspruch des Bauherrn. Prächtige, auf Konsolen ruhende Fensterrahmungen mit Scheitelsteinen, Balustraden unter rundbogigen Fensterdrillingen sowie filigrane Reliefierung des Gebälks ergänzen den Bauschmuck.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt nun die notwendigen Maßnahmen am Dach, inklusive der Restaurierung des Giebelschmucks.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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