Hightech-Campus im Münchner Werksviertel

Jettingen-Scheppach (aw). Am Münchner Ostbahnhof tut sich was. Dort, wo früher Schornsteine qualmten, Schmierstoffe und Kartoffelknödel hergestellt wurden, entsteht heute auf einem 39 Hektar großen Areal ein neues Stadtquartier: das Werksviertel München. Im nördlichen Teil fällt der Neubau des High-Tech-Spezialisten Rohde & Schwarz ins Auge. Entworfen hat das Technologiezentrum II das international tätige Architekturbüro RKW Architektur + aus Düsseldorf. Prägendes Element der dynamischen Gestaltung ist eine horizontale Aluminium-Lamellenstruktur, die sich um das Gebäude legt. Ihre Duraflon®-Beschichtung in einem eleganten Silbermetallic-Ton macht die Fassade langlebig und prägt das wertige Erscheinungsbild des Baus.

Der ehemalige Industriestandort in der Nähe des Ostbahnhofs hat sich in den vergangenen Jahren als Hot Spot für Kreative, Startups und Kultur etabliert. Mit der Weiterentwicklung zu einem lebendigen Stadtquartier bleibt ein Teil der alten Industriehallen bestehen und wird durch Neubauten ergänzt. Neben dem neuen Konzerthaus werden Hotels, Restaurants und Cafés gebaut. Außerdem sind Sportangebote, weitere Flächen für Kultur und eine neue Grundschule geplant. Rund 1.150 Wohnungen und ca. 7.000 neue Arbeitsplätze werden hier in den nächsten Jahren geschaffen.

Der Kommunikationskonzern Rohde & Schwarz ist einer der wichtigsten Akteure bei der Entwicklung des Quartiers und gleichzeitig der größte Arbeitgeber und zweitgrößte Grundeigentümer im Werksviertel. Die innovativen Lösungen und neuen Strukturen, die auf dem Firmengelände, dem sogenannten Rohde & Schwarz-Campus, in gebauter Form Umsetzung finden, sollen nicht nur einen Mehrwert für die Mitarbeiter, sondern auch für das städtische Umfeld schaffen.

Das neue Technologiezentrum II ersetzt einen alten Gebäudebestand, der Anfang 2015 abgerissen wurde. Gemeinsam mit dem bereits 2013 fertiggestellten TZ I bildet es den nördlichen Abschluss des Werksviertels. Auf sechs Geschossen und insgesamt etwa 13.500 Quadratmetern Geschossfläche lassen die offenen Raumstrukturen vielfältige Büro- und Laborarbeitsplätze für Forschung und Entwicklung zu.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here