Heeresversuchsanstalt Hillersleben

In der Colbitz-Letzlinger Heide bei Hillersleben in Sachsen-Anhalt wurden seit 1936 von der Wehrmacht Artilleriewaffen und später auch schwere Waffen wie das Dora-Geschütz getestet. Von 1945 bis 1994 nutzte die Sowjetarmee das Gelände. Heute befindet sich hier ein Truppenübungsplatz mit dem Gefechtsübungszentrum Heer der Bundeswehr. In der alten Kaserne der Truppenunterkunft Hillersleben wird die Auslandsausbildung der Bundeswehr für die Einsätze im Kosovo u. ä. durchgeführt (nur Ortskampf). Etwas nördlich des heutigen Hillersleben befindet sich das Truppenübungslager Planken, welches noch heute von nationalen und internationalen Truppenteilen als Unterkunft für seine Soldaten genutzt wird. Angeschlossen sind ein moderner Instandsetzungspark und eine weitere Unterkunft inmitten des Truppenübungsplatzes. Der Leitstand des Gefechtsübungszentrums befindet sich etwas nördlich von Hillersleben, in Letzlingen. Neben diesem ist dort auch ein Panzerbataillon untergebracht, welches regelmäßig als Übungsgegner für die verschiedenen Truppenteile fungiert.

Der Siegerplatz undweitere Geländeteile sind komplett verschwunden – quasi mehr als ein Drittel des Geländes. Nur das Postamt und wenige Mauerreste sind noch existent. Riesige Schutthaufen verdecken jeden weiteren Blick auf das Elend. Dort wo zuvor der verwilderte Exerzierplatz mit den umliegenden Gebäuden wie beispielsweise Sportgebäude, Kino, Geschäften, Supermarkt oder Mannschaftsunterkünften zu finden war und auch die Leninfigur achtlos im Gebüsch lag, stehen jetzt Baumaschinen und der Steinschredder, der Quadratmeter um Quadratmeter Bauschutt in neuen Baustoff verwandelt. Auf großen Teilen des Geländes soll ein Solarpark entstehen.

Ein schlimmes Bild bietet sich beim jüdischen Friedhof. Hier ruhen 136 namentlich Bekannte und 5 Unbekannte, ehemalige jüdische Häftlinge des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, die von den Amerikanern hierher verbracht wurden. Der idyllisch in die Natur eingebettete Friedhof wurde lange nicht mehr gepflegt, hier scheint sich nicht wirklich mehr jemand um das „Denkmal“ zu kümmern.

Quelle: Wikipedia

Dokumenten Information
Copyright © rottenplaces 2013
Dokument erstellt am 15.08.2013
Letzte Änderung am 03.07.2014