Harzburger Hof: Eigentümer äußert sich zu Vorwürfen

Bad Harzburg (aw). Immer wieder kam es zu Bränden im einstigen Grandhotel Harzburger Hof. Der letzte Großbrand liegt nur wenige Tage zurück. Im Zuge der Löscharbeiten hatte sich Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms (Grüne) gegenüber dem NDR geäußert und dem Besitzer des Harzburger Hofes, Thomas Funke, Untätigkeit vorgeworfen. Dieser habe das Grundstück vor zwei Jahren ersteigert und seitdem keinen Handschlag getan. Die Stadt habe mehrfach bei Funke vorgesprochen. Vorwürfe, die der Eigentümer aus Braunschweig so nicht stehen lassen will. Gegenüber regionalHeute.de äußerte er sich dazu. Wie Funke mitteilt, erfolgte der Erwerbsvorgang in enger Abstimmung mit der Stadt. Der neue Eigentümer – also Funke – ist seit einem Jahr im Grundbuch eingetragen. Der Zaun, mit dem das Gelände abgesichert ist, wurde von der Stadt an den Eigentümer weiter verkauft und in Absprache mit dem Ordnungsamt eingesetzt. Funke beschäftigt einen Sicherheitsdienst und lässt nach eigenen Angaben den Zaun kontrollieren.

Funke habe direkt nach dem Besitzübergang der Immobilie einen Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans gestellt. Funke wirft dem Bürgermeister vor, diesen Antrag acht Monate nicht weitergegeben habe, mit der Behauptung, dass dieser nicht vollständig sei. Erst eine deutliche Nachfrage führte zu einer Weiterbearbeitung durch die Verwaltung, die dann zum vorliegenden Aufstellungsbeschluss durch den Rat führte. Funke seien aus diesem Grund die Hände gebunden, aufgrund der fehlenden baurechtlichen Basis könne er nicht in das Grundstück investieren. Der Bürgermeister habe bisher zweimal Angebote für den Erwerb des Grundstücks – offensichtlich ohne Ratsbeschluss – abgegeben und sei dabei sehr unprofessionell vorgegangen, sagt Funke.

Die Polizei hatte Funke unmittelbar nach dem Brand aufgefordert, vorhandene Löcher im Zaun zu schließen. Dieser Forderung kam der Eigentümer nach. Zu den Vorwürfen Funkes wollte sich der Bürgermeister nicht äußern. Abrahms versichert aber, sollte es belastende Überlegungen geben, dann werde man aber auch einen Bebauungsplan im Sinne des Investors aufstellen. Für das Stadtoberhaupt wäre ein hochwertiges Hotel mit Appartements sinnvoll, doch Pläne dafür stünden in den Sternen. Bis dahin wird der Harzburger Hof wohl noch öfter Schlagzeilen machen.

1 Kommentar

  1. Anstatt den Eigentümer zum Sündenbock zu machen, sollte man lieber mal die Brandstifter finden. Es gibt dort offensichtlich Menschen, die Spaß dran haben, fremde Häuser anzünden. Das sind gefährliche Leute. Vielleicht zünden diese Wahnsinnigen irgendwann auch mal bewohnte Gebäude an. Schlimm genug, dass dort wegen der Brandstiftung schon Feuerwehrleute verletzt worden sind. Alles nur deshalb, weil irgendwelche kranken Typen fremde Häuser abfackeln. Das ist höchst kriminell. Die Täter gehören gefasst, damit die Öffentlichkeit wieder in Sicherheit leben kann. Ich möchte nicht, dass es nachts bei mir brennt!

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