Hansen-Werke Woltwiesche

1871 begann die Familie Hansen mit der Errichtung ihres Werkes und mit dem Kalkabbau. 1946 erwerben die Hansen-Werke GmbH das gesamte Steinbruchgelände und dehnt seine Kapazitäten aus. 1962 wurde die Produktion von Kreide und Kalk eingestellt. Seitdem wurden die Hansen-Werke ihrem Schicksal überlassen. Von 1962 bis 1973 pachtet die Stahlwerke Peine-Salzgitter AG das Areal und lagert in den Kalkbrüchen Abfälle aus der Stahlproduktion. 1970 bis 1971 übernimmt der Zweckverband Abfallwirtschaft das Gelände und nutzt dieses als Abfalldeponie für Hausmüll. 1972 lässt der Eigentümer der Hansen-Werke in den Kalkgruben Hausmüll lagern.

1992 wird der sich in den Kalkgruben gebildete Teich unter Naturschutz gestellt. 2008 nimmt der Landkreis Kontakt zu den Erben der Hansen-Weeke auf, um diese vor unbefugtem Zutritt sichern zu lassen. Die Erben wehren sich gegen die Kosten, die sie im Falle einer Ersatzmaßnahme durch die Bauaufsichtsbehörde hätten zahlen müssen. Der Verkehrssicherung kam der Eigentümer also nur sporadisch nach. Das Gelände entwickelte sich zur Müllhalde. 2015 änderte man den Flächennutzungsplan.

Ein Steinmetzmeister, Bildhauer und Bautechniker verwandelt die Hallen der ehemaligen Hansen-Werke in ein Refugium für Künstler und Handwerker. Mitte 2016 gründete sich auch der Verein „Hansen-Werke“. Der neue Eigentümer hatte Monate gebraucht, um das Areal vom illegal abgelagerten Müll zu befreien.

Quellen: Peiner Allgemeine, privat

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Dokument erstellt am 24.10.2016
Letzte Änderung am 24.10.2016

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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