Hannoversches Straßenbahn-Museum

Das Hannoversche Straßenbahn-Museum liegt etwa 20 Kilometer südöstlich von Hannover und besitzt die einzige überregionale Straßenbahnsammlung in Deutschland. Betrieben wird das Museum vom gleichnamigen Museumsverein, dessen Mitglieder alle Arbeiten ehrenamtlich durchführen. Das Museum befindet sich auf dem ehemaligen, 1902 gegründeten Kalibergwerk und dem früheren Bundeswehrstandort Hohenfels im Sehnder Ortsteil Wehmingen. Viele der Gebäude wurden bis heute erhalten und bilden die historische Kulisse des Museums. Auf den Werksbahnen entstand die Straßenbahnstrecke des Museums. Alle 20 Minuten laden diverse historische Straßenbahnen die Besucher ein und nehmen diese mit auf einen Rundkurs. Jede Stunde führt die Reise auch außerhalb des Geländes.

Die Sammlung des Museums reicht nach eigenen Angaben von Bremen bis München und von Düsseldorf nach Dresden. Ergänzt wird der „Fuhrpark“ durch diverse ausländische Bahnen. Besonders hervorzuheben ist ein Pferdebahn-Sommerwagen aus Heidelberg, die über 100-jährige U-Bahn aus Budapest und die „Diplomatenbahn“ aus Bonn. Natürlich sind auch einige heimische, hannoversche Bahnen zu bestaunen. Seit 1987 sind die Museumsmitglieder permanent bestrebt, Straßenbahnen vor der Verschrottung zu retten und diese liebevoll zu restaurieren.

Auf dem Gelände und in den Ausstellungshallen warten etwa 60 Originalfahrzeuge aus acht Jahrzehnten auf die Besucher. Ergänzt wird die Sammlung durch Ausstellungen zur Straßenbahntechnik und -geschichte. Wer das Museum besucht, sollte Zeit mitbringen. Der Verein empfiehlt eine Führung, diese ist im Eintrittspreis inbegriffen. Einen Shop für Souvenirs und Postkarten gibt es ebenso, wie ein gastronomisches Angebot. Bis einschließlich 30. Oktober erwartet die Besucher jeweils an Sonn- und Feiertagen alles rund um das Thema Straßenbahn. Jeden ersten Sonntag im Monat haben Besucher zudem die Möglichkeit, einmal selbst eine Bahn zu lenken und auf der Museumsstrecke Fahrunterricht zu nehmen.

In das Streckennetz einbezogen ist auch ein Teil der früheren Verbindungsstrecke zum Bahnhof Algermissen an der Bahnstrecke Lehrte–Nordstemmen. Seit dem 11. August 2013 ist ein erstes Teilstück von ca. 1,1 km Länge elektrifiziert. Eine kurze Verlängerung wird seit April 2015 befahren. Der endgültige Endpunkt wird bei der Brücke über den Stichkanal Hildesheim sein. Der Bau der Oberleitung für das nächste Teilstück begann im Mai 2016, jedoch muss der Gleiskörper auf diesem Teilstück noch komplett erneuert werden.

Interessante Links
www.tram-museum.de
www.tram-werkstatt.de

Dokumenten Information
Copyright © rottenplaces 2017
Dokument erstellt am 04.10.2017
Letzte Änderung am 04.10.2017

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