Hamburger Villa Mutzenbecher wird wachgeküsst

Villa Mutzenbecher in Hamburg. Foto: Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Hamburg (aw/dsd). Die Kulturbehörde der Stadt Hamburg unterstützt die derzeitigen Restaurierungsarbeiten an den Fassaden der Villa Mutzenbecher, für die auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) im vergangenen Jahr 30.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Außerdem ruft die Stiftung gemeinsam mit dem Hamburger Verein „Werte erleben e. V.“ weiter zu dringend benötigten Spenden für die Sanierung der Villa auf.

Die um 1900 errichtete Villa, die Hermann Franz Matthias Mutzenbecher, Generaldirektor des Versicherungskonzerns Albingia, in Niendorf, einem der ehemaligen Landhausvororte Hamburgs, 1912 erwarb, ist in baugeschichtlicher Hinsicht ein typischer und gestalterisch qualitätvoller Vertreter der gründerzeitlichen Landhausarchitektur, die englischen Vorbildern folgte und weniger der Repräsentation als vielmehr der privaten Wohnlichkeit diente.

Das unterstreicht die malerische Silhouette des isoliert im Wald liegenden zweigeschossigen Backsteinbaus, der in mehrere Trakte, An- und Vorbauten aufgelöst ist und eine differenzierte Dachlandschaft mit weiten Dachüberständen besitzt. Hinzu kommen dekorative Details, wie Sprossenfenster, filigranes Freigespärre an den Ortgängen, kleinteilige Bearbeitung der hölzernen Veranda, und zahlreiche bauzeitliche Details, wie Schiebetüren, Fenster und Beschläge, Deckenausstattungen und Wanddekorationen.

Nachdem die lange Zeit weitgehend leerstehende Villa verwahrloste, war die erste Unterstützung der DSD vor drei Jahren ein wichtiges Zeichen, auch um den weiteren Projektverlauf der neuen Nutzung als Bildungs- und Begegnungsstätte zu unterstützen. Schon bei der Voruntersuchung halfen Studenten, denen das Denkmalschutzamt gute Arbeit testierte.

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