„Häuser retten“ – Verstärktes Engagement junger Initiativen

Die Projektpartner vertreten durch (v. l. n. r.) Lisa Niemann (LWL-Freilichtmuseum Detmold), Matthias Löb (Vorsitzender Westfälischer Heimatbund), Dr. Silke Eilers (Geschäftsführerin Westfälischer Heimatbund), Yvonne Huebner (Geschäftsführerin Lippischer Heimatbund) und Dr. Albert Hüser (Vorsitzender Lippischer Heimatbund) im LWL-Freilichtmuseum Detmold. Foto: LWL/Karen Stuke
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Detmold (wh/aw). Gebäude abreißen und einen modernen Neubau errichten anstatt historische Bauten zu erhalten – diese Praxis prägt zunehmend das Stadtbild vieler Gemeinden und Kommunen. Das LWL-Freilichtmuseum Detmold setzt sich bereits seit vielen Jahren durch die Rettung von Höfen, Kotten und Häusern aus ganz Westfalen für den Erhalt historischer Gebäude, auch vor Ort, ein. Doch auch abseits des Museumsgeländes gibt es viele Privatpersonen, die sich alleine oder im Rahmen einer Initiative oder eines Vereins für den Erhalt historischer Bauten engagieren.

Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) veranstaltet in Kooperation mit dem Westfälischen Heimatbund (WHB) und dem Lippischen Heimatbund (LHB) – den Dachverbänden der Heimatpflege in Westfalen und Lippe – aus diesem Grund am 1. Juli erstmalig eine Tagung zum Thema „Häuser retten. Junge Initiativen setzen sich ein“.

Ziel der Tagung ist es, jungen engagierten Vereinen und Initiativen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre Projekte vorstellen und sich gleichzeitig mit anderen Vereinen austauschen können. „Viele der Häuser, die durch die Initiativen vor dem Abriss bewahrt werden, dienen später als neue Begegnungszentren für Jung und Alt. Sie tragen aktiv zur Belebung der Dörfer bei“, so der Vorsitzende des Westfälischen Heimatbundes Matthias Löb. „Umso wichtiger ist es, den Initiativen eine Möglichkeit zum Dialog und zur Vernetzung zu bieten und sie ins Licht der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken“, erläutert Löb. „Hier können Lippischer Heimatbund und Westfälischer Heimatbund gemeinsam mit dem LWL Unterstützung für die Akteure vor Ort leisten“, ergänzt der Vorsitzende des LHB Dr. Albert Hüser.

Neben der Vorstellung von einzelnen Initiativen aus Westfalen bietet die Tagung außerdem die Möglichkeit, an Kurzführungen zu unterschiedlichen Bauprojekten des LWL-Freilichtmuseums Detmold teilzunehmen, um so mehr über denkmalgerechte Bauunterhaltung zu erfahren.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, eine Anmeldung wird jedoch vorausgesetzt, da die Plätze begrenzt sind. Anmeldungen sind ab sofort bis zum 15. Juni bei Lisa-Marie Niemann unter Tel. 05231 / 706302 oder unter lisa-marie.niemann[at]lwl.org möglich.

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