Große Pläne für ehemalige Adler- und Löwenkaserne

Impression der ehemaligen Adler- und Löwenkaserne. Foto: rottenplaces Archivfoto.

Wustermark (aw). Aus der ehemaligen Adler- und Löwenkaserne in Wustermark (Landkreis Havelland) möchte Robert Dahl, Geschäftsführer von „Karls Erlebnisdorf Elstal“, in fünf bis zehn Jahren ein „Erlebnis-Ressort“ formen. Dort wo der Verfall regiert, die Natur sich ihr Territorium zurück erobert, sollen 400 Ferienhäuser und ein See entstehen. Diese Pläne zeigen also, dass sich das „Karls Erlebnis-Dorf Elstal“, vor zweieinhalb Jahren neben dem ehemaligen Kasernengelände eröffnet, enorm vergrößern will. Um diese Pläne zu realisieren, kaufte das Familienunternehmen das Kasernenareal.

Dort, wo einst der Exerzierplatz zu finden war, soll ein Badesee mit Strand entstehen. Neben dem Pförtnerhäuschen, wo zu aktiven Zeiten strenge Kontrollen durchgeführt wurden, möchte Dahl einen Rodelhügel, Spielställe und eine Seilbahn inkludieren. Um das Areal herum sollen bis zu 400 Ferienhäuser mit etwa 2.000 Betten geschaffen werden. Die Unternehmerfamilie ist zuversichtlich, dass diese Pläne erfolgreich umgesetzt und betrieben werden können, denn vor etwa 100 Jahren begannen die Dahls mit einem Erdbeerhof in Lübeck. Was danach folgte, ist wie aus einem Unternehmer-Lehrbuch. Heute betreiben die Dahls sieben Standorte, davon fünf als Erlebnisdorf. Das Dorf in Wustermark besuchen im Jahr etwa eine Million Gäste.

Die Dahls möchten das Areal um rund 80 Hektar vergrößern. Westlich des bisherigen Dorfes soll Selbiges um eine „Erlebnis-Manufakturenwelt“ erweitert werden. 2019 sollen die Baumaßnahmen beginnen, 2021 möchte man eröffnen. Die Unternehmerfamilie möchte etwa 100 Millionen Euro investieren, die in den nächsten fünf Jahren verbaut werden sollen. Unterstützung erfahren die Dahls vom Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Die vom Verfall gezeichneten Gebäude auf dem Areal der Adler- und Löwenkaserne sollen abgerissen werden. Als einziges Zeugnis in der Historie der Kaserne soll der Löwenturm erhalten bleiben. In diesem ist ein Museum zur Geschichte der Kaserne geplant.

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