Geheime Stasi-Machenschaften in Probstzella beleuchtet

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, vor dem Bahnhof Probstzella. Foto: MDR

Leipzig. Im MDR FERNSEHEN wird mit der Sendung „DDR geheim: Der Grenzbahnhof Probstzella“ am 8. November um 20.45 Uhr die „Aktion Gegenschlag“ rekonstruiert. Im Jahr 1983 diente sie der Abschiebung Roland Jahns, dem heutigen Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Jahn, damals in der Jenaer oppositionellen Friedensbewegung aktiv, wird entführt und in einem Stasi-Lada in das streng abgeschirmte Sperrgebiet vor der Grenze zu Westdeutschland im Thüringer Wald gebracht. Misshandelt und gefesselt wird er am Grenzbahnhof Probstzella, dem idealen Ort für Abschiebungen mit seiner fünf Kilometer breiten Sperrzone, in den nächtlich fahrenden Interzonenzug D 1301 nach München geschafft.

Seit 120 Jahren führt die wichtigste Schnellzugverbindung zwischen München und Berlin auf halber Strecke durch das beschauliche Probstzella. Durch die Grenze zwischen BRD und DDR wird der Ort zu einem wichtigen Teil der politischen Geschichte Deutschlands.

Exklusiv für „Der Osten – Entdecke wo du lebst“ kehrt Roland Jahn an den Ort seiner Abschiebung zurück und lässt die Ereignisse der Nacht noch einmal aufleben. Präsentiert von Axel Bulthaupt erzählt der Film von Jahns Schicksal und dem Leben und Arbeiten an einem Ort, der zwischen die Fronten des Kalten Krieges gerät.

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