Gedenkstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

Foto: Wikimedia Commons/kilima8/CC BY-SA 3.0

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam befindet sich in der Nauener Vorstadt, in der Leistikowstraße 1, in unmittelbarer Nähe des Kaiserin-Augusta-Stift. Die Gedenkstätte ist heute ein Museum für das ehemalige KGB-Gefängnisses von Potsdam.

Bis zum Jahr 2006 war im Hochparterre die Daueraustellung „Von Potsdam nach Workuta“ zu sehen. Begleitend hat die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung (BLzpB) im Jahr 1999 ein gleichnamiges Buch herausgegeben, welches in mehreren eigenständigen Einzelbeiträgen Zeitzeugeninterviews auswertet. (ISBN-10: 3932502191; ISBN-13: 978-3932502194). Ende 2008 wurde die Stiftung „Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam“ gegründet, die von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten treuhänderisch verwaltet wird. Stifter ist der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein (EKH), der als Eigentümer das nach 1945 vom sowjetischen Militärgeheimdienst (KGB) genutzte Gebäude sowie den 2008 fertig gestellten Neubau eines Besucherzentrums in die neue Stiftung einbringt.

Zweck der Stiftung ist es laut Satzung, an das im ehemaligen Gefängnis des sowjetischen Militärgeheimdienstes geschehene Unrecht und an die Opfer zu erinnern. Das Haus soll als Gedenk- und Begegnungsstätte für die politische Bildung und die Förderung des demokratischen Staatswesens genutzt werden. Aufgabe der Stiftung ist es darüber hinaus, die Geschichte des Hauses und seine Einbindung in das System der Unterdrückung, vor allem durch die politische Justiz, zu erforschen und die Öffentlichkeit durch Führungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren. Die Treuhandstiftung wird zu je 50 Prozent vom Land Brandenburg und vom Bund finanziert. Nachdem das historische Gebäude bereits saniert wurde, stehen jetzt Mittel des Landes und des Bundes für eine künftige Dauerausstellung bereit.

Gedenkstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.
Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam
www.kgb-gefaengnis.de

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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