Freunde des Okkulten „spuken“ in St.-Ulrichs-Kapelle

St.-Ulrichs-Kapelle am Uhlberg. Foto: Sarus7345/CC0

Treuchtlingen (aw). Am Uhlberg, einer Bergkuppe westlich von Treuchtlingen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen befindet sich die St.-Ulrichs-Kapelle. Eigentlich ein malerischer Ort, mit ruinösen Mauern und viel Natur drum herum. Vor einigen Tagen musste jedoch die Polizei anrücken. Weil sich mehrere Besucher nach Mitternacht an der Ruine herumtrieben, überlegte sich eine Gruppe mit Hang zum Okkulten einen fiesen Streich und jagte ganz in schwarz gekleidet, mit Schlagring und Axtstiel bewaffnet, den Besuchern mächtig Angst ein. Als die Polizei eintraf, stellte sie nach eigenen Angaben einen Schlagring sicher. Der Besitzer muss sich nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Die im 15. Jahrhundert vom Landkomtur Melchior von Neuneck erbaute kleinen Kirche wurde 1525 während des Bauernkrieges verwüstet, Ende des 19. Jahrhunderts restauriert. Zahlreiche Legenden ranken sich um das Gebäude. Eine weiße Frau soll hier umherspuken, dies zieht nicht nur Mystiker sondern auch Freunde des Paranormalen an. Jetzt hat sogar ein TV-Sender Interesse an den Spukgeschichten der Ruine bekundet.