Fördermittel für das Kanitz-Kyaw’sche Schloss freigegeben

Kanitz-Kyaw'sche Schloss in Hainewalde. Foto: Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Hainewalde (dsd/aw). Einen symbolischen Fördervertrag über 21.500 Euro für die Instandsetzung des Mittelrisalits und einiger weiterer Restaurierungsarbeiten am Kanitz Kyaw’schen Schloss in Hainewalde im Landkreis Görlitz überbrachte dank zweckgebundener Spenden und der Erträge der Lotterie GlücksSpirale Dr. Thorsten Pietschmann, Ortskurator Zittau der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Bürgermeister Frank Peuker.

Das Kanitz-Kyaw’sche Schloss wurde zwischen 1749 und 1755 wohl auf den Resten eines älteren Bauwerks errichtet. Es erhebt sich auf einer Anhöhe über einer durch Freitreppen erschlossenen Terrassenanlage als neues oberhalb des sogenannten alten Schlosses, das 1780 bis auf das Torhaus abgetragen wurde. 1882/1883 wurde das Schloss stark verändert, 1933 von den Nazis erst als Konzentrationslager, dann als militärische Ausbildungsstätte missbraucht. Nach Ende des Krieges diente das Schlossgebäude bis 1975 Wohnzwecken.

Hinter der dreigeschossigen Dreiflügelanlage mit Mansardwalmdach und einem halbrund vor den Hauptbau vortretenden Mitteltrakt liegt in der Flucht ein Turm mit Haube und Laterne. Die Eingangssituation betont ein aufwändiges barockes Portal. Der ursprünglich barocke Fassadenschmuck wurde bei der Umgestaltung im 19. Jahrhundert entfernt und durch in Putz geritzte Scheinquaderungen ersetzt. Der Vorraum im Erdgeschoss wird von vier flachen Korbbögen mit toskanischen Säulenstellungen geprägt.

Im Inneren wurden bereits zahlreiche Maßnahmen zur Rettung der bedeutenden Anlage durchgeführt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützte die Arbeiten erstmals 1997 und dann von 2008 bis 2013 mit bislang über 200.000 Euro. Dank der Anstrengungen und Bemühungen des Fördervereins geht die Sanierung und Instandsetzung des Schlosses langsam voran.

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