Flugplatz Allstedt

Der Flugplatz Allstedt wurde 1956 in einem Waldgebiet des Ziegelrodaer Forstes erbaut und bis 1992 als Militärflugplatz für die Fliegerkräfte der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte genutzt. Zur Unterbringung von Militärflugzeugen wurden 47 Shelter im angrenzenden Territorium der Start- und Landebahn sowie der Rollbahn errichtet, sowie 60 Abstellplätze für Transport- und Kampfhubschrauber. Zuerst brachte man das Personal in einer Kaserne bei Kleinroa unter, später entstanden diverse Wohngebäude und eine Schule für die Offizierskinder – aber auch Mannschafts- und Munitionsbunker.

Stationiert waren auf dem Militärflugplatz in den Anfangsjahren MiG-19 und MiG-21 Jagdflugzeuge, später dann Aufklärungsflugzeuge vom Typ MiG-17, MiG-21R, IL-28R, Jak-27/28 und Su-17. Ab 1970 waren auch Hubschrauber mit den Typen Mi-2, Mi-8 und Mi-24 zu „Gast“. In den 70er Jahren erweiterte man die Landebahn um 300 Meter. Nach dem Abzug der Streitkräfte ging der Flugplatz in das Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt über. Die zivile Nutzung erfolgte 1995. Heute verbucht der „Flugplatz Allstedter Heide“ etwa 8.000 Flugbewegungen pro Jahr und verfügt über 29 fest stationierte Maschinen.

Heute ist der Flugplatz weiterhin aktiv. Er ist als Sonderlandeplatz klassifiziert und für Flugzeuge bis 5700 kg zugelassen. Hier finden aber weder Linien- noch Charterflüge statt. Die Ostdeutsche Drachen- und Ultraleichtschule nutzt den Flugplatz. Der Flugplatz ist auch Trainingsplatz der Nationalmanschaft für Kunstflug. Daneben findet auf dem Platz jährlich ein Opel-, ein Renault 19- und ein Ford Escort-Treffen statt. Ein weiter Höhepunkt auf dem Gelände ist das jährlich im Juli stattfindende markenoffene Tuningtreffen Meet for Speed. Im Jahr 2015 fand zum ersten mal das Freakstock Festival statt.

Interessante Links
www.allstedt-flugplatz.de

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Dokument erstellt am 19.04.2016
Letzte Änderung am 19.04.2016

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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