Fernsehturm Witzhelden erhält Schonfrist

Ansicht von Oberkrähwinkel. (2004, noch mit GfK-Zylinder). Foto: Morty/CC BY-SA 3.0

Leverkusen (aw). Die Deutsche Funkturm GmbH möchte ihren noch 202,5 Meter hohen Stahlrohrmast möglichst schnell abreißen und durch einen 40 Meter hohen Stahlgittermast ersetzen. Für die Einheimischen ist der Fernsehturm bereits lange ein Wahrzeichen. Liebevoll nennen sie den Boliden „Äu“, der Name erinnert an den früheren Witzheldener Bürgermeister August Weltersbach. Drei Anträge wurden eingereicht, um den Turm unter Denkmalschutz zu stellen. Nachdem die Stadtverwaltung beschloss, dass ein Status als Wahrzeichen nicht ausreicht, um den Turm unter Denkmalschutz zu stellen, häuften sich die Proteste.

Auch die Deutsche Funkturm GmbH hält weiter an ihren Plänen fest und begrüßt die Entscheidung der Verwaltung. Weiter gibt die Gesellschaft Gründe an, nach denen bei einem Erhalt sechsstellige Kosten für Investition und Unterhalt anfallen würden. Eine Alternative, neue Technik zu installieren, um dem Turm ein zukunftsfähiges Upgrade zu verpassen, sei nicht finanzierbar. Ein Antrag der SPD, die Gestaltungssatzung für den erweiterten Ortskern Witzheldens zu ändern bleibt sicherlich ohne Erfolg. Für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung kommt eine Änderung nicht infrage. Mit der Denkmalbereichssatzung soll historisch und baukulturrele Bausubstanz geschützt werden – diese gilt aber nicht für das Umfeld der Satzung.

Neben dem politischen Machtspiel gibt es aber auch eine gute Nachricht für alle Freunde des ehemaligen Fernsehturms. Nach Angaben der Deutschen Funkturm GmbH wird sich der Abriss des Bauwerks verzögern – wie lange, ist unklar.

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