FDGB Erholungsheim „Hermann Duncker“

Das „Hermann Duncker“ wurde 1909 in der Villenkolonie Barenberg bei Schierke im Harz als „Villa Waldpark“ erbaut. Im 1. Weltkrieg diente es als Lazarett und wurde danach zum „Kurhotel Barenberger Hof“. Der Anbau des Speisesaals erfolgte 1924. Zwischen den Weltkriegen wurde es Erholungsheim der Deutschen Werke Kiel und Friedrichsort GmbH und hieß fortan „Erholungsheim Barenberg“. Nach 1945 war das Haus Erholungsheim des FDGB und hieß zunächst weiterhin „Erholungsheim Barenberg“; in den 50ern erfolgte ein Namenswechsel zu „Erholungsheim Einheit“ und in den 60ern schließlich zu „Erholungsheim Hermann Duncker“.

Seit 1990 steht das „Duncker“ leer und verfällt; es gehört einer Berliner Unternehmensgruppe, die ursprünglich vorhatte, das Haus wieder zu einem Luxushotel zu machen. Leider ist bislang nichts für die Sicherung und den Erhalt des Gebäudes getan worden und der Fortbestand und Wiederaufbau scheint fraglich. Im Ortsentwicklungskonzept für Schierke, das der Berliner Architekt Prof. Dr. Eisentraut vorgelegt hat und das nun nach dem 2009 erfolgten Anschluß Schierkes an Wernigerode umgesetzt werden soll, soll das „Duncker“ als ortsbildprägendes Gebäude jedoch in jedem Fall erhalten und wiederaufgerbaut werden.

Quellen: privat, Buch „Schierke am Brocken. Eine Zeitreise. Ein Kurort. Ein Ort im Wandel“ von Ingrid Hintze

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Dokument erstellt am 22.05.2011
Letzte Änderung am 03.07.2014

8 Kommentare

  1. August 2017, immer noch nix passiert. Sieht viel schlimmer aus als auf dem Bild hier, es ist ein Bauzaun drum herum, der aber nicht an allen Stellen geschlossen ist. Teile des Gebäudes sind eingestürzt. Gegenüber das Göthe Haus ist ebenfalls am zerfallen.

  2. Anfang September 2017 sah es auch nicht besser aus. Von wegen, ein Luxus Hotel wird daraus gebaut!! Vor 15-20 Jahren hätte man es vielleicht machen können, aber jetzt ist es sinnlos. Auf einer Etage ist ein Baum gewachsen, einiges ist eingestürtzt. Man muss aufpassen, dass man nicht einbricht. Vieles ist morsch. Es war früher ein sehr schönes Gebäude und jetzt …. ist es eine Ruine!!! Es ist wirklich schade.

  3. Stand Aug.2018: der Verfall geht unaufhaltbar weiter. Die oberste Etage bricht ein, die äußere Dachpfette rückseitig ist eingestützt, mitsamt der Gauben darüber. Die oberen Etagen sind kaum mehr betretbar, da der Boden einstürzt. Ein wirklich schlimmes Bild und sehr sehr traurig, dass die Berliner auf Zeit spielen, um vom Land genügend Mittel für den Wiederaufbau zu bekommen. Ich hoffe jedoch, dass sie es NICHT erhalten und keinen Cent sehen!

  4. Heute erst da gewesen. Einige Teile sind völlig zusammen gestürzt. Die Etagen nur noch bedingt betretbar. Durch den vielen Schnee steht in den meisten Räumen das Wasser und hat schon einige Löcher in die decke gerissen.

  5. Wir haben alles selbst in der Hand. Am ersten wunderschönen Sonntag im April bin ich um das Gebäude am Bauzaun entlang. Wenn endlich das sinnlose und ohne gesundem Menschenverstand stattfindende U-Wert-Bauen aufgegeben wird, dann werden auch diese Gebäude viel schneller angepackt werden. Ich mache seit einem Jahr die Baurevolution. Das ist der Weg vom kopflosen U-Wert-Bauen zum funktionierenden, massiven, gesunden, natürlichen und kostengünstigen U-Wert Effektiv-Bauen.
    Das U-Wert-Bauen von heute ist das unnatürlichste, unwirtschaftlichste, ungesündeste und bauschadensträchtigste Sondermüllbauen in der Baugeschichte. Ändern wir es, dann werden sich die unzähligen Lost Places auch ändern.

  6. FDGB Heim – Einheit – Am Barenberg
    Gebäude ist dem Verfall anheim gegeben . Aufgrund von herrabstürzendem Dach wurden schon weite Bereiche der oberen Etagen mitgerissen . Absolut nicht mehr begehbar . Das Goethe Haus gegenüber wird seit 2010 renoviert . Neues Dach ,und teilweise Außenanstrich sind fertig.

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