FDGB Erholungsheim „Fritz Heckert“

Im Jahr 1954 eröffnete der Feriendienst des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) dieses für damalige Zeiten morderne Heim, welches jeweils 147 Gästen zu allen Jahreszeiten einen angenehmen Aufenthalt bieten und mit wunderbarer Natur und Umgebung lockte. Es war gleichzeitig das erste neu gebaute Heim der Gewerkschaft. Benannt wurde das Heim nach dem deutscher Politiker (SPD, KPD) und kurzzeitigem Wirtschaftsminister Sachsens (1923), Fritz Heckert. Neben den 85 modern eingerichteten Urlaubsquartieren mit fließendem Kalt- und Warmwasser, zwölf Wannenbädern und sechs Duschräumen standen den Gästen zwei Klubräume, ein Schachzimmer, ein Leseraum mit Bibliothek, ein Fernsehraum, ein Billard sowie andere kulturelle und sportliche Einrichtungen zur Verfügung. Zum Einsatz kam damals bereits eine moderne Ölheizung, die auch bei strenger Kälte für eine gleichbleibende Temperatur sorgte. Im Jahr 1970 erweiterte man das Erholungsheim durch den Bau eines neuen Bettenhauses sowie zusätzlicher, gastronomischer EInrichtungen für 140 Feriengäste. Mit dem Niedergang der DDR kam auch das Ende der Erholungsheime sowie des Feriendienstes der Gewerkschaften. Seitdem regiert der Verfall.

Quellen: Heimbroschüre, Wikipedia

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Dokument erstellt am 22.05.2011
Letzte Änderung am 03.07.2014

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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