Explosionen im Sanatorium Charlottenhöhe

Schömberg (ots). Ein „Dummerjungenstreich“ hat am Mittwochabend (13.03.) für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften gesorgt. Ein Anwohner des leerstehenden ehemaligen Sanatoriums Charlottenhöhe wurde gegen 18 Uhr von Explosionsgeräuschen aufgeschreckt und verständigte die Polizei. Der Zeuge gab an, dass er in dem Zusammenhang auch Personen gesehen habe. Außerdem seien zwei Fahrzeuge weggefahren. Beim ersten Angriff der Feuerwehr und der Polizei war nicht genau einzuschätzen, welches Sprengmaterial hier zum Einsatz gekommen war und ob möglicherweise weitere Detonationen folgen könnten. Es war aber erkennbar, dass wohl eine Explosion im Gebäude stattgefunden hatte und dabei Fensterscheiben zu Bruch gingen.

Im Zuge einer Fahndung kontrollierten Polizeibeamte in Tatortnähe drei Insassen in zwei Fahrzeugen. Die jungen Männer im Alter von 17, 20 und 21 Jahren, gerieten sofort in den Verdacht, an dieser Tat beteiligt gewesen zu sein. Nach anfänglichem Zögern räumte das Trio ein, in dem unbewohnten Gebäude drei sogenannte „Polenböller“ gezündet zu haben. Einen davon in einer Toilettenschüssel, was eine besonders ohrenbetäubende Detonation ausgelöst hatte. Nachdem die Durchsuchung ihrer Wohnungen nicht zum Auffinden von weiterem Sprengmaterial führte, gaben die jungen Männer zu, noch acht weitere „Polenböller“ im Gebäude deponiert, aber noch nicht gezündet zu haben, was sich auch tatsächlich so bewahrheitete. Da glücklicherweise niemand verletzt wurde, ging die Sache noch glimpflich aus. Da es sich um ein marodes Gebäude handelt, entstand geringer Sachschaden. Die Heranwachsenden werden nun wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt.

Die Polizei erhält immer wieder Hinweise, dass sich Personen verbotenerweise Zugang zu dem Gebäude Charlottenhöhe verschaffen. Da es sich dabei um ein Privatgelände handelt ist es verboten, das Anwesen zu betreten. Wenn Personen dort angetroffen werden erwartet sie eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Zudem begibt sich jeder, der das Gebäude betritt aufgrund der Baufälligkeit in Gefahr. Aus diesem Grund wird die Polizei auch zukünftig ein Auge auf das Anwesen haben und regelmäßig bestreifen.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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