Evangelisches Krankenhaus Rheda

Das Evangelische Krankenhaus Rheda war bis zuletzt Betriebsstätte des Klinikums Gütersloh. Erbaut wurde das Bettenhaus in den 1960er-Jahren, der vorgelagerte OP-Trakt mit den Ambulanzen aus den 80er-Jahren. Der damalige Neubau ersetzte das ursprüngliche, 1904 erbaute Krankenhaus. Es entstand ein fünfstöckiges Bettenhaus mit 117 Planbetten. Behandlungs- und Funktionsräume wurden im Nordteil untergebracht. Zusätzlich zum Krankenhaus-Ensemble errichtete man ein Schwesternwohnheim mit 62 Einzelzimmern. Beide Gebäude waren miteinander verbunden.

Im Herbst 2013 wurde das Krankenhaus geschlossen, nachdem Einsparmaßnahmen die Jahre zuvor fruchtlos verliefen. Eine Sanierung der alten Substanz stand aufgrund der untragbaren Kosten nicht zur Debatte. Die 71 Beschäftigten kamen am Hauptstandort des Klinkums Gütersloh unter. Bereits 2005 geriet das Krankanhaus in finanzielle Schieflage, nur eine Fusion mit dem Gütersloher Klinikum brachte eine Rettung. 2014 wurde das Gebäude beräumt und teilweise entkernt, 2015 begannen die Abbrucharbeiten.

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Dokument erstellt am 20.04.2015
Letzte Änderung am 20.04.2015

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

1 Kommentar

  1. Dieses Objekt nach nur zwei Jahren Leerstand abzureißen bei 1.000.000 erwarteten Flüchtlingen dieses Jahr kann nicht ernst gemeint sein. Was sagt der Bürgermeister dazu?

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