Erschließung der Hammonds Barracks in Mannheim startet

Überblick über die Konversionsfläche Hammonds Barracks in Mannheim. Foto: BImA/Kay Sommer

Bonn/Mannheim (aw). Auf dem Areal der Hammonds Barracks in Mannheim-Seckenheim beginnen noch in diesem Monat die ersten vorbereitenden Arbeiten für die Erschließung. Auf dem 9,2 Hektar großen ehemaligen Kasernengelände der US-Streitkräfte werden jetzt die Voraussetzungen für ein neues, lebendiges Stadtquartier geschaffen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) entwickelt und vermarktet die Flächen.

Nach der Planungsphase mit dem städtebaulichen Wettbewerb, einer intensiven Bürgerbeteiligung und zahlreichen Veranstaltungen sowie der unerwarteten Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung Ende 2015 beginnt nun die Erschließung des Areals. In einem ersten Schritt werden die Baufelder freigeräumt. Das bedeutet, dass zehn nicht mehr benötigte Gebäude abgerissen, Flächen entsiegelt und Bodenbelastungen beseitigt werden. Ab Herbst 2019 werden dann neue Leitungen verlegt, Straßen gebaut und öffentliche Grünflächen angelegt. Fünf ehemalige Verwaltungs- und Mannschaftsgebäude bleiben in Erinnerung an die Geschichte des ehemaligen Militärstandortes bestehen.

30 Nistkästen werden installiert

Im Zuge der anstehenden Erschließung müssen im Februar 90 Bäume gefällt werden, die auf den künftigen Trassen der Straßen oder nah an den abzureißenden Gebäuden stehen. Im Rahmen der beantragten Fällgenehmigung wurde dabei für jeden Baum einzeln geprüft und erläutert, warum er gefällt werden soll. Anschließend werden dafür im entsprechenden Umfang Ersatzbäume im neuen Wohnquartier neu gepflanzt. „Bei der Planung wurde großer Wert darauf gelegt, dass möglichst viele der vorhandenen Bäume erhalten werden können“, erläutert Martina Block, zuständige Projektmanagerin bei der BImA. „69 weitere Bäume bleiben stehen, insbesondere im Bereich des ehemaligen Exerzierplatzes, wo der Park mit den Spielflächen entstehen soll.“ Vor Beginn der Abrissarbeiten wurden zudem die Belange des Naturschutzes berücksichtigt. Bereits im Vorfeld wurde eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Zurzeit werden 30 Nistkästen installiert, damit zu Beginn der Brutzeit ausreichende Nistmöglichkeiten für die Vögel vorhanden sind.

400 Wohnungen für bis zu 1.000 Einwohner geplant

In dem Quartier sind etwa 400 Wohnungen in individuellen Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern geplant. Rund 100 Wohnungen davon sollen im preisgünstigen Segment entstehen. Insgesamt wird Wohnraum für bis zu 1.000 Einwohner geschaffen. „Die BImA leistet mit der Entwicklung des Areals einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der aktuellen wohnungspolitischen Herausforderungen“, sagt Martina Block.

Weitere Informationen zu dem Wohnbauprojekt „Hammonds-Mitten im Grünen“ gibt es auch im Internet unter www.hammonds.bundesimmobilien.de.

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