Erlebnisbad Basso

Wie mit Fördergeldern in Bund, Ländern, Städten und Gemeinden oftmals umgegangen wird, ist kein Geheimnis. Seit der politischen Wende hat man alleine in Sachsen über 20 Erlebnisbäder mit über 100 Millionen Euro gefördert. Auch in Sachsen-Anhalt wurden Gelder, die oftmals gar nicht vorhanden waren, in solche gesteckt. Als das Erlebnis- und Spaßbad Basso 1993 eröffnet wurde, galt es als erstes in den neuen Bundesländern. Besucher strömten aus allen Ecken ins Bad und verbrachten hier muntere Stunden. Dann wurden neue, modernere Bäder in der Umgebung gebaut.

2001 trennte sich die Kommune vom Spaßbad mit der großzügigen Lichtkuppel, nachdem die Besucher ausblieben. 2004 und 2006 war es geschlossen. Das Gewerbeobjekt ging in private Hände, brachte aber keinen Profit. Lange Zeit wurde das Bad im Ruhemodus betrieben um Betriebskosten zu sparen. 2008 unternahm man einen Neustart, aber auch dieser führte nicht zum Erfolg. Bis 2018 muss die Stadt noch laufende Kredite für das Bad abbezahlen. Seit langer Zeit nun ist das Bad aufgegeben und der Vandalismus nimmt immer schlimmere Formen an.

Dokument-Information
Objekt ID: rp-014738
Kategorie: Freizeit & Kultur
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Standort: keine Angabe
Baujahr: 1992/93
Denkmalschutz: nein
Architekt: keine Angabe
Objekt erfasst: 08.05.2014
Objekt erstellt: 07.07.2015
Letzte Änderung: 07.07..2015
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2 Kommentare

  1. Es gab Zeiten da hätten man im Umkreis von 50 km am liebsten drei dieser Erlebnisbäder gebaut auch hier in Thüringen gab es solche Vorhaben .
    Welchen Sinn macht es solche Anlagen zu bauen obwohl nur Kleinstädte in der Umgebung zu finden sind?
    Fehlinvestition – wie in so manches Projekt , doch die Gelder sind weg die manche Stadt oder Gemeinde für andere Zwecke gern ausgegeben hätte.
    Die Verantwortlichen reden sich raus oder sind nicht mehr erreichbar ….und somit ist der Fall „gegessen“ nur die Ruinen bleiben oder was eben vom Verfall noch übrig ist.
    Unliebsame Zeitgenossen legen dann noch Brände um die eh enormen Kosten noch zu steigern …..

  2. Wir haben dort gestern einen Herrn Bergmann angetroffen. Dieser sagte, dass er das Gelände, welches damals zerstückelt verkauft wurde, wieder aufkauft. Um das gesamte Areal ist ein Bauzaun. Auch der Hinweis, dass das Objekt Videoüberwacht wird so. Erzählte das sie wöchentliche 6-7 Anzeigen machen etc.. Später trafen wir andere Urbexer aus der Gegend, die meinten sie waren in den letzten Wochen mehrmals da und es war nichts zusehen. Der Herr Bergmann meinte, er würde es für gemeinnützige Projekte für Kinder zur Verfügung stellen. Er nehme kein Geld hat aber für den Kauf schon 450.000€ ausgegeben. Man könnte sich bei ihm anmelden und dann könnte man gegen Unterstützung, wie die auch immer aussieht, reinkommen. Ich finde die gegenseitigen Aussagen des Herrn Bergmann und der Urbexer merkwürdig und frage mich, was da dran ist.

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