Erich-Zeigner-Haus soll saniert werden

Leipzig (pm/aw). Die Stadt Leipzig beabsichtigt die Modernisierung des Erich-Zeigner-Hauses an der Zschocherschen Straße in Lindenau. Das geht aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters hervor. 1860 errichtet, gehört das dreigeschossige Mehrfamilienhaus zu den Kulturdenkmalen der Stadt. Bekannt wurde es als Wohnhaus von Erich Zeigner (1886-1949), der von 1945 bis 1949 Leipziger Oberbürgermeister war. Das Gebäude muss energetisch und denkmalpflegerisch saniert werden, um es künftig weiterhin für die vielfältige Tätigkeit des Erich-Zeigner-Haus e.V. nutzen zu können. Geplant ist eine Wärmedämmung mit Dämmputz, die Dachreparatur sowie der Einbau von Flächenheizungen und neuen Strom- und Wasserleitungen.

Die energetische Sanierung wird nach neuesten Standards ausgeführt und zeigt, dass moderne Heizungseinbauten auch bei älteren Gebäuden möglich und sinnvoll sind. So wird die Gastherme durch eine Luft-Wärmepumpe ersetzt, die in Kombination mit Fußboden- und Deckenheizung im Gebäude besonders effizient arbeitet. Der Wärmedämmputz verbindet energetische Eigenschaften mit der Möglichkeit, die denkmalgerechte Optik des Gebäudes zu erhalten. Neue Fenster- und Türen aus Holz verfügen über Isolierverglasung. Zudem wird das Dach neu abgedichtet, gedämmt und gedeckt. Auf dem Flachdach des Nebengebäudes ist eine Photovoltaik-Anlage geplant. Zudem wird die Fassade im Innenhof begrünt.

Innen werden sämtliche Sanitäreinrichtungen sowie die Elektroinstallation erneuert. Das vom gegenwärtigen Hauptmieter, dem Erich-Zeigner-Haus-Verein, genutzte Erdgeschoss soll barrierearm erschlossen werden. In den oberen Etagen entstehen für den Verein zeitgemäße Büroflächen. Dadurch wird ihm eine bessere Nutzung seiner Räume für Ausstellungen, Veranstaltungen und Verwaltung ermöglicht. So kann das Haus zukünftig noch stärker als bisher als Ort für Bildungsveranstaltungen dienen, die demokratische Werte, Bürgerbeteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Durch Workshops, Diskussionen und andere Formate kann es ein zentraler Ort für demokratiebildende Maßnahmen werden.

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 2,18 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben mit 1,6 Millionen Euro aus Mitteln der Partei-und Massenorganisationen der DDR (PMO). Der Baubeginn ist für März 2024 vorgesehen, die Fertigstellung für Oktober 2025.