Elisabeth-Sanatorium wird Mehrgenerationen-Campus

Stahnsdorf (aw). Im Rahmen einer Begehung wurde jetzt bekannt, dass auf dem Areal des ehemaligen Elisabeth-Sanatoriums am Güterfelder Eck in Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ein Mehrgenerationen-Campus mit Forschungseinrichtungen, Büros, Arztpraxen und Wohnungen entstehen soll. Dies teilte die Investorenfamilie bei diesem Termin mit, dem viele Anwohner aus den umliegenden Ortsteilen beiwohnten. Der Eigentümer hatte die Immobilie im letzten Jahr gekauft. Bereits im Mai letzten Jahres waren die Planungen im Bauausschuss auf große Zustimmung gestoßen. Die Gemeindevertreter stimmten mit großer Mehrheit der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes zu.

Das 1912 vom jüdischen Arzt Walter Freymuth im Rahmen der Lungenheilstätte errichtete Haupthaus steht mit seiner anliegenden Liegehalle und Teilen des zugehörigen Parks unter Denkmalschutz. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte man das Sanatorium zur Behandlung von Haut- und Lymphdrüsentuberkulose und beheimatete hier später die Hautklinik des damaligen Bezirkskrankenhauses Potsdam. Seit 1994 steht das Objekt leer und verfällt zusehends. Über die Jahre war dieses Treffpunkt für Fotografen, Graffitikünstler, aber auch Vandalen.

Um das Bauvorhaben und dafür notwendige Investitionen tätigen zu können, möchte man den etwa ein Hektar großen Bereich des Landschaftsschutzgebiets Parforceheide, in den das Klinikareal hineinreicht, käuflich erwerben. Hier sollen Neubauten für betreutes Wohnen entstehen. Nach dem Rückbau des früheren und nicht denkmalgeschützten Wirtschaftsgebäudes sind weitere Neubauten angedacht. Um das Projekt vor dem Verkehr zu schützen, ist eine Lärmschutzwand geplant. Ebenfalls möchte der Eigentümer neben den Wohnhäusern einen Kindergarten und einen Gastronomiebetrieb ansiedeln. Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) möchte mit seiner Verwaltung die Planungen des Eigners im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen.

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