Einbrecher wüten im Olympischen Dorf

Das Hindenburghaus. Foto: Wikimedia Commons/A. Savin/CC BY-SA 3.0

Im ehemaligen Olympischen Dorf Berlin im brandenburgischen Elstal bei Wustermark (Havelland) haben Unbekannte eingebrochen und die für das vergangene Wochenende geplante Eröffnung einer Ausstellung mit Werken des thüringischen Malers Harald Gratz komplett zerstört. Wie die DKB-Stiftung – die sich um die Erhaltung des denkmalgeschützten Ensembles bemüht – mitteilt, wurde in der gerade sanierten Schwimmhalle und im Hindenburghaus großer Schaden angerichtet. Seit vergangenem Sonntag sollten in beiden Gebäuden typische Szenen aus dem Wintersport auf Leinwand zu sehen sein.

Für die Beseitigung der Schäden die entstanden sind, muss die DKB-Stiftung nun Geld in die Hand nehmen, das für viele andere Bereiche auf dem 18 Hektar großen Areal bestimmt ist. Stiftungsvorstand Oliver Kahn spricht gezielt von Sabotage und ist wütend darüber, dass mit dem Engagement gegenüber denkmalgeschützer Substanz so respektlos umgegangen wird. Im Olympischen Dorf hat man immer wieder mit kriminellen Vorkomnissen zu kämpfen. Regelmäßig ziehen Diebe und Einbrecher über das Gelände und randalieren aus purer Zerstörungswut.

Umso wichtiger wäre es, wenn die von der Gemeinde Wustermark und der DKB-Stiftung vorgestellten und angeschobenen Planungen in die Realität umgesetzt werden könnten. Ein Unternehmen aus Nürnberg möchte auf dem Gelände 32 Millionen Euro investieren und neben Einfamilienhäusern auch Wohnungen schaffen – einige davon im ehemaligen Haus der Nationen (wir berichteten). (aw)

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