Ehemalige Saatgut-Ruine ist komplett verschwunden

Hainichen (aw). Gut 40.000 Kubikmeter umbauter Raum sind beim Abbruch der Saatgut-Ruine an der August-Bebel-Straße angefallen, gut 20.000 Tonnen Material wurden abgefahren. Kein Wunder, galt der weithin sichtbare Komplex mit seinen nicht zu verachtenden Maßen von 40 Meter Länge, 14 Meter Breite und 30 Meter Höhe doch als „unschönes“ Wahrzeichen. Vor einem Jahr wurden die Arbeiten begonnen, für die sich Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) maßgeblich eingesetzt hatte (wir berichteten). Denn seit ein Privatmann die Gewerbeimmobilie vor zwölf Jahren gekauft hatte, war nichts geschehen. Letzterer machte lediglich Schrott zu Geld. Im letzten Jahr konnte der Eigentümer nach einigen Dienstaufsichtsbeschwerden des Bürgermeisters ausfindig gemacht und vom Rückbau überzeugt werden.

Die Kosten des Rückbaus sollten ursprünglich 1,7 Millionen Euro betragen. Ein anderes Unternehmen machte ein günstigeres Angebot in Höhe von 680.000 Euro und bekam den Zuschlag. Bis auf 10.000 Euro wurde dieses bis heute eingehalten. Die Stadt beteiligte sich mit zehn Prozent an den Kosten, der Rest kam vom Land. Im Juni letzten Jahres wurden auf dem Areal unvorhergesehene Altlasten gefunden. In diesem Fall handelte es sich um Quecksilber.

Die neue Brache in Hainichen feierte der Bürgermeister jetzt mit Bauleuten, Anwohnen und Vertretern von Behörden. Was auf dem frei gewordenen Areal geschehen soll, ist noch unklar. Ein Teil der Bodenplatte ist geblieben, hier könnte ein Neubau aufgesetzt werden. Der Rest des Geländes wuchert zu. Über die Zukunft sollen Stadtrat und Bürger entscheiden.

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