Ehemalige Richtfunkanlage „Langerkopf“ ist Geschichte

Langerkopf, Ausblick vom Funkturm. Foto: Stefan Hellmann

Der frühere Stützpunkt „Langerkopf“ der U.S. Air Force liegt am Gipfel des Mosisbergs mitten im Pfälzerwald und wurde bis 1968 als Radaranlage genutzt. Später diente das rund 130 Hektar große Areal mit seinen rund 14 Gebäuden dem US-Militär als Richtfunkanlage (Radio Relay Site). Nach dem Abzug der Truppen wurde das Gelände der NATO übergeben, ist aber seit den 90er Jahren bis auf Ausnahme eines Funkturms ohne Funktion. Vandalismus, Brandstiftung und illegale Paintball-Spiele sowie Partys beschleunigten den Zerfall der Anlage rapide. Mehrmals musste die örtliche Feuerwehr ausrücken, um Brände auf dem Gelände zu löschen. Zuletzt zerstörte 2014 ein Großfeuer mehrere Baracken. Vor einigen Wochen haben die Abbrucharbeiten an der ehemaligen Militärbasis begonnen.

Im Jahr 2013 erlangte der „Langerkopf“ noch einmal mediales Interesse, da er als Kulisse für den Mystery-Thriller „Lost Place“ diente. Bis Anfang 2015 war das Areal als Standort für Windkraftanlagen im Gespräch, eine Umstrukturierung als Denkmal blieb ebenfalls erfolglos. Markant und einzigartig für die Region war vor allem einer der beiden großen Funktürme mit einer Höhe von knapp 70 Metern, welcher mittlerweile allerdings demontiert wurde. Der zweite kleinere Funkturm soll dagegen weiterhin genutzt werden. Nach Angaben der zuständigen Bundesbehörde wird der Abriss rund 2,1 Millionen Euro kosten. Eine Spezialfima musste kontaminierte Abfälle zu entsorgen, da in den Gebäuden auch Asbest verarbeitet worden sei. Nach dem Abriss soll das restliche Gelände der Natur überlassen werden.

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