Drei Vorbilder alter Baukultur erhalten Denkmalpreis

Alter Schlachthof in Gießen. Foto: Stadt Gießen

Gießen (aw). Im Rahmen der Stadtverordnetensitzung in der letzten Woche wurde zum ersten Mal der Denkmalpreis der Universitätsstadt Gießen durch den Magistrat verliehen. Mit diesem Preis werden ab jetzt jährlich private Denkmaleigentümer der Stadt Gießen ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise und mit großem ideellem und finanziellem Aufwand Kulturdenkmäler erhalten und pflegen. Das Recht zu Vorschlägen für den Preis steht der gesamten Öffentlichkeit zu, man kann sich auch selbst um den Preis bewerben.

Der jährlich am Tag des offenen Denkmals ausgelobte Denkmalpreis würdigt besonders hervorragende Sanierungsleistungen im Stadtgebiet. Damit soll auch der Öffentlichkeit das Anliegen und die kulturelle Notwendigkeit der Denkmalpflege nahegebracht werden, die Originalsubstanz unwiederbringlicher Denkmäler als Zeugnisse einer abgeschlossenen Kulturepoche so zu bewahren, dass sie in dem bestmöglichen Erhaltungszustand an die nächste Generation weitergegeben werden können. Der Preis soll darüber hinaus das Engagement weiterer Denkmaleigentümer befördern und somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt vieler wertvoller Kulturdenkmäler leisten.

Ausgezeichnet werden in diesem ersten Jahr drei Preisträger aus den Kategorien Hofreite, Stadtwohnhaus und Industriedenkmal. Alle Projekte vereint eines: Sie alle haben die historische Bausubstanz nach späteren, die Substanz nicht respektierenden Überbauungen und/oder Veränderungen wieder freigelegt bzw. ergänzt. Sie haben alle – in ihrem jeweiligen Bereich – damit Vorbildcharakter für andere Bauträger oder Eigentümer von historischen Gebäuden, wie die für den Denkmalschutz zuständige Dezernentin, Stadträtin Astrid Eibelshäuser, in ihrer Einführung explizit feststellte.

Mit dem Denkmalpreis wurden der alte Schlachthof in der Schlachthofstraße 10, das Fachwerkhaus in der Kirchstraße 6 sowie das Stadtwohnhaus in der Ludwigstraße 40 und 40a ausgezeichnet. Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Preisträgern finden Sie unter www.giessen.de

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