Dokus und Filme rund um Lost Places

Im ein oder anderen Forum wurde schon nach Dokumentationen oder Filmen rund um Lost Places gefragt. Deshalb listen wir hier nun einmal die Bekanntesten. Im Free-TV oder bei den Pay-TV Sendern Discovery Channel und History Channel wurde bereits vieles gezeigt. Ob Lost Places, Bunkertouren, Tschernobyl oder Fiktion, hier ist für jeden etwas dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall, regelmäßig einen TV-Guide zu besuchen und entsprechende Dokus zu bookmarken, so verliert man nicht den Überblick. Viele dieser Dokus, aber auch Kurzfilme findet man in den gängigen Video- und Streamingportalen oder aber auf den Webseiten der TV- und Rundfunkanstalten. Eine Google-Suche hilft da oft weiter …

DOKUMENTATIONEN

Urban Explorers
Serie/Dokumentation
Discovery Channel/History Channel
In 2004-2005, Steve Duncan was an urban historian and on-camera host for a Discovery Channel show titled Urban Explorers. Originally intended to be a full 13-episode season, the show went through several mutations as Discovery changed its lineup and re-organized its focus.

Unter den Metropolen (Cities of the Underworld)
3 Staffeln (2007-2009)
Discovery Channel/History Channel
Cities of the Underworld was an American documentary television series that premiered on March 2, 2007 on History. The program explored the subterranean environment and culture beneath various civilizations. The series was hosted and narrated by Eric Geller for a short time in season one with Don Wildman taking over for the rest of the series. The show employed a quick-paced editing and shooting style along with extensive use of 3D computer graphics.

Geheimnisvolle Orte
Serie – bisher 62 Folgen
rbb
In der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ werden Orte voller spannender, bisher weitgehend unbekannter Zeitgeschichte erkundet, an denen das wechselvolle und schicksalhafte 20. Jahrhundert Spuren hinterließ. Darunter sind beispielsweise die Heilstätten Beelitz, die Abhörstation auf dem Teufelsberg und viele andere.

Deutschlands Unterwelt
Serie
arte/Phoenix
Geheimnisvolle Gänge und Katakomben, kaum erforschte und sogar unbekannte Bunkeranlagen verbergen sich in Deutschlands Unterwelt. Teilweise erstrecken sie sich über viele Kilometer und tausende Quadratmeter. Die Dokumentation zeigt die Arbeit von Berliner Bunkerforschern, den Knochenjob von Bergmännern in einem Bottroper Steinkohlebergwerk und die Sicherungsmassnahmen von Ingenieuren in der einsturzgefährdeten, unterirdischen Stadt von Oppenheim.

Der Atlantikwall – Bunkerkette der Nazis
Dokumentation
NDR Fernsehen
Nach der Eroberung der Anrainerstaaten des Atlantik in Europa durch die deutschen Besatzer, waren die deutschen Truppen gezwungen die beinahe 3000 Kilometer lange Küstenlinie zu schützen. Es wurde befürchtet, dass englische und amerikanische Truppen entweder in der Normandie, oder in Dänemark und Norwegen zu landen versuchten. Ab dem Jahr 1942 wurde die Atlantikwall-Batterie I in Hanstholmde deshalb mit dem Bau am Atlantikwall begonnen. Der Atlantikwall sollte eine Kette von Bunkern bilden, die es den Gegnern unmöglich machen sollte, das europäische Festland einzunehmen. Diese Kette, von denen bis ins Jahr 1944 knapp 10.000 Bunker realisiert waren, reichte vom Nordkap in Norwegen, entlang der Nordseeküste in Deutschland und Dänemark, den Niederlanden und Belgien und weiter entlang der atlantischen Küste bis hin zum Golf von Biscaya in Frankreich in der Nähe der spanischen Grenze.

Zukunft ohne Menschen (Life after People)
2 Staffeln
History Channel/N24
Was wäre, wenn es plötzlich keine Menschen mehr auf der Erde gäbe? Wie muss man sich eine Welt vorstellen, in der die Natur die Macht über unseren Planeten übernähme? Gestützt auf Theorien von Archäologen, Ingenieuren, Biologen, Geologen und Klimaforschern, zeichnet die Dokumentarserie eine Vision von einer Welt ohne menschliches Leben und zeigt, wie die Natur den ehemals vom Menschen besetzten Raum zurückerobern würde.

Brutalität in Stein – Die Bauten der Nazis gestern und heute
Dokumentation
Spiegel TV
Bis zum Untergang der Nazidiktatur wurde zwar nur wenig von den gigantischen Bauplänen Adolf Hitlers verwirklicht, und die Siegermächte hatten zudem 1945 die meisten Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Aber nicht alle steinernen Hinterlassenschaften des Dritten Reiches sind verschwunden. Michael Kloft hat sich in seiner Dokumentation auf Spurensuche nach den vergessenen Bauwerken gemacht. In Berlin und Umgebung stieß er – gemeinsam mit engagierten Hobbyforschern – auf mysteriöse Bunkerbauten, verlassene Gemäuer und die wenigen Überbleibsel von Hitlers Hauptstadt Germania. In Bayern, wo Hitler einst seine politische Karriere begann, fand er u.a. die erste Autobahnraststätte, einen unterirdischer Stollen für die Rüstungsproduktion und besuchte nicht zuletzt Hitlers Privatwohnung in München. Unveröffentlichte Archivaufnahmen dokumentieren die monströsen Bauvorhaben.

Bunker und Bergwerke in Nordhessen
Dokumentation
hr-fernsehen
In ereignisreichen Zeitreisen können Eis- und Bierlagerkeller, Festungs- und Luftschutzanlagen, Unterführungen, Kanäle und Wasserspeicher Orte für „tiefere Entdeckungen“ sein. Auf unterschiedlichen künstlerischen und historischen Spaziergängen wird das Gestern mit dem Heute verbunden. Unterwegs im dunklen Netz fällt Licht in die Kasseler Stadtgeschichte. Die Führungen untertage sind sofort ausgebucht, kaum dass sie angeboten werden. Was macht den Reiz aus – für die Menschen, die daran teilnehmen, für die Initiatoren und Künstler, die diese Führungen zu einem echten, auch sehr sinnlichen Erlebnis machen? Die Sendung geht der besonderen Faszination von „Unterwelten“ nach: nicht nur unter dem Pflaster einer Stadt wie in Kassel, sondern auch in einem alten Stollensystem unter dem Wald am Meißner oder tief unten im Edersee, wo ein Taucher nach Spuren der untergegangenen Dörfer sucht.

Top Secret – Tunnel und Bunker des Kalten Krieges
Dokumentation
N24
Versteckte Tunnel, Geheimgänge, Luftschutzbunker und unterirdische Kommandozentralen – Überbleibsel des Kalten Krieges zwischen der Sowjetunion und den USA. Für geheime Kommando-Operationen und aus Angst vor nuklearer Vernichtung gingen auf beiden Seiten Militärs, Spione, Guerillakämpfer, Politiker und teilweise auch Privatleute wortwörtlich in den Untergrund. Diese Dokumentation macht eine Reise in die verborgenen Kammern und zwielichtigen Schattenräume des Ost-West-Konflikts.

DDR Geheim – Die geheimen Bunker der Genossen
Dokumentation
MDR Fernsehen
Die DDR, wie sie im Fernsehen nicht zu sehen, in der Zeitung nicht zu lesen, im Hörfunk nicht zu hören war. Die andere, die inoffizielle, die geheime DDR. In der Sendereihe „DDR geheim“ begibt sich der MDR auf wenig bekannte Spuren eines Staates, in dem von offizieller Seite so viel wie möglich dafür getan wurde, dass es so wenig wie möglich Privates und dafür umso mehr Geheimes gab. Paul Bergner kontrolliert nochmals seine Ausrüstung, Halogenlampe, „Lebensretter“, den Grubenhelm und die Ersatzbatterien. Dann geht es in die Tiefe, im Blaumann, einer warmen Weste und Gummistiefeln. Es wird kalt und feucht. Paul Bergner ist kein Höhlenforscher, aber eine Art Unterwelt bewegt ihn doch. Er ist Experte für eine ganz besondere Hinterlassenschaft des Kalten Krieges, für verlassene Bunker.

Tarnung Mit Gardinen – Die Militärbunker Der Schweiz
Dokumentation
Spiegel-TV
Sie sehen aus wie Heuschober, Wochenendhäuser oder Bauernkaten. Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich Fenster, Gardinen, Blumenkästen und Balkone als „Fälschungen“, mit Pinsel und Farbe penibel aufgetragen auf Wände aus Beton. Und hinter den Fensterläden verbergen sich nicht selten Geschütze oder Eingänge zu ausgedehnten unterirdischen Bunkeranlagen. Erst als man 1995 damit begann, die ersten Objekte dieser Art stillzulegen, wurde ihre Existenz der Öffentlichkeit überhaupt erst bekannt. Gemeinsam mit dem Fotografen Christian Schwager hat SPIEGEL-TV-Autor Frank Gensthaler viele dieser teils skurrilen Bauten besucht und dabei auch den Untergrund der Schweizer Verteidigungsanlagen erkundet.

Grenzgebiet! Sperrzone!
2 Teile
Dokumentation
MDR Fernsehen
Der zeitliche Schwerpunkt der Doku-Reihe liegt zwischen 1952, als die Demarkationslinie zwischen den Besatzungsmächten von DDR-Seite verstärkt abgeriegelt und zunehmend als unüberwindliche Grenze ausgebaut wurde, und den Jahren 1973/74, als im Zuge des Grundlagenvertrages zwischen der Bundesrepublik und der DDR eine Annäherung begann. Dabei arbeitet die Redaktion Geschichte und Gesellschaft zusammen mit den Spezialisten der MDR-Landesfunkhäuser, die regionale und unbekannte Geschichte hausnah recherchieren und realisieren.

Bunker zu verkaufen – Neues Leben in dunklen Mauern
Dokumentation
SWR
Im Zweiten Weltkrieg retteten sie Hunderttausenden das Leben, im Kalten Krieg wurden sie aufgerüstet: die Bunker. Erinnerungen an den Aufenthalt in den dunklen Mauern haben hauptsächlich noch die Älteren. Nun hat der Bund beschlossen, dass die Bunker nicht mehr benötigt werden. Ausdruck einer friedvollen Zeit oder eher Geldmangel? Denn es gibt immer noch hunderte im Land. Werden die Schutzbauten verkauft, kommen etwa in Mannheim fünf Bunker auf den Markt. Das sind richtige Problemimmobilien: Abreißen ist zu teuer angesichts der meterdicken Wände, sie haben keine Fenster und gelten als kaum beheizbar. Wer will so etwas haben? Und wie können solche Betonbauwerke genutzt werden?

Hitlers Geheimnisse in Thüringen
Dokumentation
MDR Fernsehen
Zum Ende des II. Weltkriegs war keine Region Deutschlands so durchsetzt mit geheimen Anlagen wie Thüringen. Mehr als 70 solcher Anlagen wurden bis heute entdeckt. Nazi-Gauleiter Fritz Sauckel forcierte seit 1943 den systematischen Ausbau des Landes zu einem Schutz- und Trutzbezirk, in dem sich 1945 alles konzentrierte: Ministerien und Dienststellen des Dritten Reiches, geheime Schatzdepots und weitläufig in die Berge gesprengte Rüstungsfabriken. Hier wurde fieberhaft an Wunderwaffen gegen die drohende Niederlage geforscht und gebaut – von Raketen über Atomwaffen bis zu Düsenflugzeugen. Vieles geriet nach Kriegsende in die Hände der Alliierten oder wurde zerstört, geraubt und weiter geheim gehalten. Bis 1989 gelangte wenig an die Öffentlichkeit über dieses düstere Kapitel deutscher Geschichte in Thüringen. Vieles ist auch heute noch unentdeckt und unerforscht, noch immer bleiben Rätsel und Spekulationen. Axel Bulthaupt erzählt die Geschichte von Markus Gleichmann, der sich in eine versunkene geheimnisvolle Unterwelt Thüringens begibt.

Spurensuche in Ruinen
Mehrteilig
Dokumentation
MDR Fernsehen
Gemeinsam mit den Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen begibt sich der MDR auf „Spurensuche in Ruinen“ und erweckt dabei traditionsreiche Unternehmen wie „VEB Sonni – Spielwaren aus Sonneberg“, die Filmfabrik „Original Wolfen“ oder „ZeKiWa – Kinderwagen aus Zeitz“ wieder zum Leben. Zu Wort kommen Ehemalige und Zeitzeugen, die teilweise rührende Geschichten zu erzählen haben.

Die geheimen Bunker der DDR und der Schweiz
Dokumentation
ZDFinfo
Als 1989 die Mauer fiel, kamen auch die bestgehüteten Geheimnisse der DDR ans Licht. So wurde den staunenden DDR-Bürgern eröffnet, dass sich ihr Staatschef Erich Honecker, der Minister für Staatssicherheit der DDR, Erich Mielke, und andere für den Ernstfall umfangreiche unterirdische Bunker hatten bauen lassen. In der Schweiz wurden mehr als 26 000 militärische Anlagen vor 1945 errichtet. Damals waren die so genannten „falschen Chalets“ die Antwort auf die Bedrohung durch Nazideutschland. Die Dokumentation zeigt einige dieser Anlagen, die erhalten geblieben sind.

ZDFZeit Geheimes Deutschland
Dokumentation
ZDF
In dieser Dokumentation geht es um geheime Orte in Deutschland und das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen. Der Film „Geheimes Deutschland“ von Jörg Müllner entführt an Orte, die für die Öffentlichkeit unzugänglich sind und ein Geheimnis bergen: streng bewachte Forschungsanlagen, unterirdische Krankenhäuser, rätselhafte Kultstätten. „ZDFzeit“ zeigt unsere Heimat, wie sie kaum jemand kennt.

Der Bundesbunker – Geheime Unterwelt im Ahrtal
Dokumentation
3sat
Der so genannte Regierungsbunker bei Ahrweiler ist eine 17,3 km lange Bunkeranlage rund 25 km südlich von Bonn im Tal der Ahr zwischen Ahrweiler und Dernau, unweit des damaligen Staatsweinguts Marienthal. Das Bauwerk trug bis zu seiner Umfunktionierung im Jahr 1997 die offizielle Bezeichnung „Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung von deren Funktionstüchtigkeit“ (AdVB).

Lost Places – Verlorene Orte der Geschichte
Dokumentation
ZDF/phoenix
Unterirdische Höhlen, verlassene Städte, militärische Sperrzonen oder atomares Niemandsland: Über Jahrhunderte hinweg hinterließ der Mensch weltweit seine Spuren. Er baute, eroberte, zerstörte oder suchte schlicht nach einem guten Versteck vor seinen übermächtigen Gegnern. Dabei geben Hinterlassenschaften wie die unterirdischen Städte Kappadokiens mit ihren weit verzweigten Tunnelsystemen der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Anderswo ragen die Ruinen gigantischer Bauten in den Himmel. Sie zeugen vom Tagwerk unserer Vorfahren, die so manches Mal über das Ziel hinausschossen. ZDF-History geht auf Spurensuche an diesen geheimnisumwobenen Plätzen, den sogenannten „Lost Places“ der Menschheit, deren Geschichte einst irgendwo zwischen Pioniergeist und Größenwahn begann.

Moderne Ruinen
Serie/Dokumentation
arte
Verfallende Denkmäler der Moderne, die von Aufstieg und Fall, von wirtschaftlicher Blüte, geplatzten Träumen und utopischen Visionen sowie von strukturellen Veränderungen und politischen Umwälzungen im 20. Jahrhundert erzählen, stehen im Mittelpunkt der fünfteiligen Dokumentationsreihe. Die einzelnen Folgen demonstrieren, wie sich die Natur – unbeeindruckt von allen menschlichen Eingriffen – den verlorenen Lebensraum zurückerobert.

Eine Ruine wird zum Juwel
Dokumentation
3sat
Sie galt als „die schönste Ruine Berlins“, fragil und von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet. So stand das Neue Museum fast 60 Jahre, kaum geschützt vor Wind und Wetter, auf der Museumsinsel. Seit Sommer 2003 wurde dieses Juwel behutsam restauriert und die zerstörten Teile durch moderne Elemente ersetzt. So entstand ein neues Ganzes, das den Geist des ursprünglichen Gebäudes faszinierend in die Gegenwart bringt. Eine einmalige Architekturleistung, die lange umstritten war, aber jetzt umso mehr gefeiert wird.

Angkor entdecken
Dokumentation
arte
Auch 150 Jahre nach seiner Entdeckung gibt Angkor Wat nach wie vor unzählige Rätsel auf. Der Urwald Kambodschas hat das einstige Zentrum des historischen Königreichs der Khmer zurückerobert – übriggeblieben sind nur die Tempelruinen. In der Blütezeit war Angkor Wat jedoch eine Stadtanlage von riesigen Ausmaßen, die Anfang des 15. Jahrhunderts von ihren Bewohnern verlassen wurde. Was genau spielte sich ab in Angkor Wat? Wissenschaftler rücken jetzt die Vergangenheit des Khmer-Zentrums in ein neues Licht.

Angkor – Steinernes Herz der Khmer
Dokumentation
phoenix
Angkor Wat, der Welt größtes sakrales Bauwerk, ist das Herzstück des tausendjährigen Khmerreiches in Kambodscha. Die einstige Herrscherresidenz mit unzähligen, den Hindu-Göttern geweihten Heiligtümern, ist aus heutiger Sicht nicht nur eine Schatzgrube für Archäologen, sondern verdeutlicht gleichzeitig auf traurige Weise die anhaltenden Probleme des Landes. Der Film begleitet den jungen Khmer Sombat aus der Provinz in die Tempelstadt, wo er wie viele seiner Landsleute das Neujahrsfest feiern will. Sombat zeigt die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Anlage.

Angkor – Atlantis im Dschungel Angkor Wat
Dokumentation
phoenix
Im Dschungel Kambodschas besuchen „Schliemanns Erben“ eine der größten Tempelanlagen der Welt. Steinerne Schutzgötter umgeben einen der wohl schönsten Tempelkomplexe der Welt: Angkor Wat. Lächelnde, wissende Gesichter, die seit dem 12. Jahrhundert vieles gesehen haben: die Blütezeit des Khmer-Reiches (800-1200), das Heranwachsen des Dschungels an die heiligen Mauern, erste Spuren der Zerstörung. Jahrhunderte lang lag das religiöse Zentrum im Dschungel Kambodschas verborgen, bis 1858 der französische Naturforscher Henri Mouhot auf dem Wasserweg in die Wildnis vordrang.

Atlantis – Das Mysterium von Angkor
Dokumentation
phoneix
600 Jahre lang war Angkor das alles überstrahlende Reich in Südostasien. Heute liegen seine gigantischen Tempel überwuchert im Dschungel Kambodschas. Was die Millionen Touristen, die jedes Jahr die berühmten Ruinen besichtigen, nicht ahnen: Der zentrale Tempel Angkor Wat ist nur die noch sichtbare Krönung einer einst riesigen Metropole, die erstaunliche Ähnlichkeit mit gegenwärtigen Großstädten hatte. Die archäologische Untersuchungen eines australischen Forscherteams suchen nach einer Antwort auf die Frage, ob Angkor einmal die größte Stadt der Welt war.

Sowjetarmee geheim – Soldatenalltag in der DDR
Dokumentation
phoenix
Berlin 1994. Verabschiedung der sowjetischen Besatzungstruppen aus Ostdeutschland. Nach 40 Jahren erfolgte der größte Militärabzug der Geschichte aus einem besetzten Land. Heute sind von der einst so ruhmreichen Sowjetarmee kaum noch Spuren übrig. Wie haben „Besatzer“ und „Besetzte“ eigentlich alltäglich zusammengelebt. Konnten damals aus ehemaligen Feinden überhaupt richtige Freunde werden. Welche Rolle spielten die Wächter in Ostberlin und Moskau. „Sowjetarmee geheim“ erlaubt erstmals einen unverstellten Blick auf das Geschehen hinter den Fassaden der sowjetischen Kasernen und auf das komplizierte Verhältnis zwischen den Deutschen in der DDR und den hier nicht immer freiwilligen Soldaten aus der Sowjetunion.

Schlimmer als Knast – Die Jugendwerkhöfe der DDR
Dokumentation
mdr
Jugendwerkhöfe (Makarenko-Heime) waren eine Maßnahme der Jugendhilfe im Vorfeld von Straftaten. Eine kleine Minderheit von verhaltensauffälligen Jugendlichen wurde dort zwecks Erziehung untergebracht. Anton Semjonowitsch Makarenko entwickelte eine Form der Kollektiverziehung mit dem Ziel der Erziehung einer allseitig entwickelten Persönlichkeit zunächst auf der Grundlage der Theorien von Jean-Jacques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi und anderer humanistischer Denker.

Alcatraz – Der berühmteste Knast Der Welt
Dokumentation
KabelEins
Die Insel Alcatraz (aus dem Spanischen für Braunpelikan) liegt mitten in der Bucht von San Francisco, Kalifornien in den USA. Sie wurde früher als Standort für ein befestigtes Fort und danach als Hochsicherheitsgefängnis genutzt, dient aber inzwischen lediglich als Touristenattraktion. Alcatraz steht unter der Aufsicht des US National Park Service. Die 500 Meter lange und bis zu 41 Meter hohe Sandsteininsel diente nicht nur als Standort für ein Gefängnis. Auf der 85.000 Quadratmeter großen Insel befindet sich auch der älteste Leuchtturm der US-amerikanischen Westküste.

Die Rückkehr der Kohle
Dokumentation
NDR-Fernsehen
Kohleboom statt Energiewende: Wie konnte es dazu kommen. Die NDR Autoren Inge Altemeier und Steffen Weber begeben sich auf eine spannende Spurensuche, denn heutzutage wird so viel Strom aus Kohle produziert wie zu Zeiten, als die Braunkohlemeiler der damaligen DDR noch am Netz waren. Zudem ist Kohlestrom für die Industrie so billig wie schon lange nicht mehr.

Sperrbezirk – Menschen im Stasigefängnis Hohenschönhausen
Dokumentation
EINSextra
Kaum ein Ort in der DDR war so geheim wie das Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin Hohenschönhausen. Auf keinem Stadtplan war es verzeichnet. Die Untersuchungshäftlinge, die dort einsaßen, wussten nicht, wo sie sich befanden; oft wussten sie nicht einmal, in welcher Stadt sie waren. Die Geschichte dieses Ortes spiegelt den Kalten Krieg ebenso wider wie die deutsche Teilung. Sie beginnt 1946, als der sowjetische Geheimdienst eine ehemalige Großküche zum Untersuchungsgefängnis und Internierungslager für Nazi-Funktionäre umbauen lässt. 1951 wird es vom Ministerium für Staatssicherheit übernommen, dessen 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter für die paranoide Kontrollsucht eines Staates stehen, der seine Bürger unter Generalverdacht stellte. Das MfS selbst entzieht sich jeder Kontrolle durch Parlament und Ministerrat.

Ruhrgebiet – Industriekulissen und Freizeitwelten
Dokumentation
Gleich über mehrere Jahre hinweg hat der Dokumentarfilmer Thomas Berger gemeinsam mit seiner langjährigen Lebensgefährtin und heutigen Ehefrau Evelina das Leben und den Strukturwandel in seiner Heimatregion, dem Ruhrgebiet, gefilmt und für die Nachwelt festgehalten. Begleiten Sie die beiden durch das Ruhrgebiet und sehen Sie wie es wirklich ist. Zu Fuß, mit dem Auto und mit dem Boot besuchen die beiden Filmemacher bekannte und/oder markante Punkte auf der Route der Industriekultur und auch davon ab.

Das Ruhrgebiet – Früher und heute
Dokumentation
Von Duisburg bis Hamm erstreckt sich östlich des Rheins die größte zusammenhängende Industrielandschaft des europäischen Kontinents: das Ruhrgebiet. Heute steht unter Denkmalschutz, was einst Deutschlands Wohlstand sicherte. Stillgelegte Zechen erzählen Industriegeschichte. Umgenutzte neu gestaltete Orte werden zu touristischen Attraktionen. Zu sehen sind ehemals bedeutende Industrieanlagen, von namhaften Architekten entworfene Arbeitersiedlungen, Museen und auf Abraumhalden entstandene Parks.

Das KDF Seebad Prora
Dokumentation
Das Seebad Prora war ein zwischen 1935 und 1939 geplantes und zum Teil auch errichtetes Seebad auf Rügen. Nach seiner Fertigstellung sollten hier durch die Organisation Kraft durch Freude (KdF) 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen können. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt. Heute ist der Koloss von Prora der Kern des Komplexes: acht auf einer Länge von etwa 4,5 Kilometern entlang der Küste aneinandergereihte baugleiche Häuserblocks, die ursprünglich Gästehäuser werden sollten. Ungenutzte Teile des denkmalgeschützten Komplexes verfallen zusehends. In einem der Blöcke befindet sich eine Jugendherberge.

Der „Koloss von Rügen“
Dokumentation
NDR-Fernsehen
Viereinhalb Kilometer misst das längste Bauwerk der Nationalsozialisten. Auf der Insel Rügen legte die NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) am 2. Mai 1936 den Grundstein für die Ferienanlage Prora, die aus acht aneinandergereihten baugleichen Häuserblocks besteht. Dabei handelt es sich um eines der wenigen Monumentalprojekte der Nationalsozialisten, das zumindest zum Teil verwirklicht worden ist. Die vorrangig vom Architekten Clemens Klotz entworfene Anlage zwischen den Orten Binz und Sassnitz dokumentiert eindrucksvoll den Größenwahn der Hitler-Zeit. Der Gesamtentwurf wurde auf der Weltausstellung in Paris 1937 sogar mit dem Grand Prix ausgezeichnet.

Demontage – Ein Atomkraftwerk kommt auf den Schrott
Dokumentation
arte
Raumanzügen ähnlich ist die Schutzkleidung der Arbeiter, die im ehemaligen Kernkraftwerk Greifswald mit chemischen Lösungen demontierte Kraftwerksteile von radioaktiven Verunreinigungen säubern. Die Ruine des Kernkraftwerks Greifswald, seit 1990 weitgehend stillgelegt, muss abgerissen werden. Aber wie wird man den strahlenden Müll der Vergangenheit wieder los. Die radioaktiven Brennstäbe zu isolieren und zu entsorgen, bedeutet Präzisionsarbeit, bei der es auf jeden Millimeter ankommt. Denn eine falsche Bewegung könnte eine Katastrophe auslösen. Die Dokumentation zeigt den Physiker Joachim Grieb bei der Durchführung seiner schwierigen Aufgabe im Sommer 2006.

Das unterirdische Reich – Von Festungen und Führerbunkern
Dokumentation
ZDFinfo
Es war eines der gigantischsten Bauvorhaben der Menschheitsgeschichte. Überall im Dritten Reich und den von Deutschland besetzten Gebieten wurden 1944 ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollensysteme verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen. Sklavenarbeiter mussten bis Kriegsende unter unmenschlichen Bedingungen kilometerlange Tunnel in Berge graben. Die Dokumentation zeigt eine Rekonstruktion der Geschichte des „unterirdischen Reiches“.

Geheimes Deutschland
Dokumentation
phoenix
Sie liegen im Verborgenen, werden streng bewacht, nur wenige haben Zutritt. Deutschland ist voll von Orten, die ein Geheimnis bergen: militärische Forschungslabors, verschlossene Tempel, Treffpunkte für Insider, unterirdische Krankenhäuser, rätselhafte Kultstätten. Der Film „Geheimes Deutschland“ zeigt unsere Heimat, wie sie kaum jemand kennt.

DOKUMENTATIONEN RUND UM TSCHERNOBYL

Atomtod in Tschernobyl
Dokumentation
N24
Am 26. April 1986 ereignet sich im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine der atomare Super-GAU: Technische Probleme und menschliches Versagen verursachen die Kernschmelze, der Reaktor explodiert. Tausende Menschen sterben an den Folgen der Umweltkatastrophe, Zehntausende werden (krebs)krank. Die radioaktive Wolke verseucht weite Teile Europas. Lebensmittel wie Milch, Pilze oder Wild sind in Deutschland Jahre lang belastet. Eine Dokumentation über den „Atomtod in Tschernobyl“

Totgesagte leben länger – Das Comeback der Kernkraft
Dokumentation
ZDF
Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Daran ändere sich auch unter Schwarz-Gelb nichts, sagt der neue CDU-Umweltminister Röttgen. „Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert. Das ist seit Jahrzehnten nicht der Fall.“ Atomkraft sei nichts anderes mehr, als eine „Brückentechnologie“. Wie sieht er also aus, der langsame Ausstieg aus der Atomkraft? Werden Werke geschlossen? Sozialpläne ausgehandelt? Der Rückbau vorbereitet?

Radiophobia
Dokumentation (2006)
National Geographic, History Channel
On April 26, 1986, a security test at Chernobyls nuclear plant in the former Soviet Union, triggered the greatest civilian nuclear catastrophe in history. Unable to cope with this political, environmental and human disaster, the Soviets built a wall of silence around the event. The term radiophobia came to define the symptoms of the people suffering from the fallout of the radiation, some kind of social stigma. Radiophobia is a touching documentary entirely shot in Chernobyls „Forbidden Zone“. This documentary examines the Chernobyl disaster and its consequences 20 years later from the perspective of a group of survivors and people who were on duty at the reactor on the fateful night. This is the first time that they have returned to the Zone to reconcile their past with the ruins of the present. Inside the Zone we also meet many of the peculiar inhabitants who never left this highly radioactive and somewhat surreal area.

Surviving Disaster – Chernobyl Nuclear Disaster
Dokumentation
BBC
The Chernobyl Nuclear Disaster from the BBC documentary series, Surviving Disaster. This episode follows the accident as told by Valeri Legasov (played by Adrian Edmondson, in one of his more serious roles), the Russian scientist who was a key member of the Soviet government commission formed to investigate the causes of the catastrophe and to plan the mitigation of its consequences. This is quite a chilling tale of events. Some of the documentary was filmed on location in the abandoned town of Pripyat and inside one of the remaining 3 (now closed) nuclear reactors located at Chernobyl.

Tschernobyl – Die Natur kehrt zurück
Dokumentation (2010)
arte
24 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl scheint es, als habe die Natur das verstrahlte Land wieder zurückerobert. Flora und Fauna sprießen im Sperrgebiet, das die Bevölkerung noch immer nicht betreten darf. Doch welche Gefahren stecken hinter diesem Wunder der Natur? Warum darf man in Tschernobyl zwar eine Kirsche, nicht jedoch ihren Kern, verzehren? Der Schein der wiedererstärkten Natur wirkt trügerisch und uneinschätzbar.

Tschernobyl – Was geschah wirklich
Dokumentation
N24
Atomkraftwerke können nicht explodieren nur ihr Kern kann durchschmelzen und dieser anzunehmende Unfall GAU passiert statistisch nur alle 2 Millionen Jahre, sagte die Atomenergiebranche. Doch die Technik ist nicht so sicher wie die Kraftwerksbetreiber vorgeben. Atomkraftwerke können sehr wohl explodieren und tatsächlich hätte der GAU in Tschernobyl für Europa noch viel schlimmer ausgehen können wenn nicht ganze Armeen meist nichtsahnender Helfer ihr Leben gelassen hätten um den Graphit und Uranbrand zu stoppen.

Countdown des Schreckens – Tschernobyl (Minuten der Entscheidung)
Dokumentation (2003)
Discovery Geschichte/VOX
In der Nacht des 26. April 1986 ereignet sich der schlimmste atomare Unfall aller Zeiten: Der Reaktor im Block Vier des Atomkraftwerks von Tschernobyl explodiert. Eine ganze Region wird unbewohnbar, mehrere Tausend Menschen sterben an den Folgen der Verstrahlung, die radioaktive Wolke zieht bis nach Westeuropa. Heute wird dieses Ereignis sogar als der Anfang vom Ende des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion gesehen. Und heute sind auch die Ursachen der Katastrophe klar …

Chernobyl accident
Dokumentation
BBC
The Chernobyl Nuclear Disaster from the BBC documentary series, Surviving Disaster. This episode follows the accident as told by Valeri Legasov (played by Adrian Edmondson, in one of his more serious roles), the Russian scientist who was a key member of the Soviet government commission formed to investigate the causes of the catastrophe and to plan the mitigation of its consequences. This is quite a chilling tale of events. Some of the documentary was filmed on location in the abandoned town of Pripyat and inside one of the remaining 3 (now closed) nuclear reactors located at Chernobyl.

Tschernobyl – Der Millionensarg
Dokumentation (2002)
ZDF/arte
Der Film begleitet zwei Wissenschaftler auf einer Forschungsreise in das Innere des zerstörten Reaktorblocks. Ist die gesamte Radioaktivität bereits ausgetreten oder macht es Sinn, einen zweiten Sarkophag um den Reaktor zu bauen? Über 760 Millionen US-Dollar wollen die westlichen Industriestaaten für einen neuen Schutzmantel um den zerstörten Reaktorblock des Atomkraftwerkes Tschernobyl ausgeben. Der erste Sarkophag sei einsturzgefährdet. Radioaktivität könnte austreten, Menschen und Umwelt in höchstem Maße gefährden.

Überleben In Tschernobyl
Dokumantation (2003)
arte
Herbst in Tschernobyl, der 17. seit dem GAU im ukranischen Atomkraftwerk. Gespenstische Stille in der Todeszone, im Sperrbezirk rund um den Atommeiler, der die größte Nuklearkatastrophe der Geschichte auslöste. Natur und Tiere scheinen davon unberührt, ein Rätsel für zahlreiche Forscher, die nach Erklärungen suchen. Tschernobyl ist zur schaurig schönen Attraktion geworden, jedes Jahr kommen mehrere hundert Touristen ins Katastrophengebiet, dem Sarkophag von Tschernobyl so nahe kommen zu können, gilt als Nervenkitzel, ein Schutzanzug gehört zur Ausrüstung dieser Neugierigen der besonderen Art. Pripjat, die Stadt des technologischen Fortschritts der einstigen Sowjetunion ist heute fast menschenleer, eine Geisterstadt. Nach dem Reaktorunfall wurden alle 280 000 Einwohner evakuiert…

Menschen und Mächte – Die Wahrheit über Tschernobyl
Dokumentation
3sat
„Die Wahrheit über Tschernobyl” ist ein spannendes, dichtes Doku-Drama, das detailliert die Versuche der Reaktormannschaft und des Krisenstabes zeigt, mit der Katastrophe zu Rande zu kommen. Inkompetenz der Behörden, Vertuschungsversuche, aber auch Opferbereitschaft sind gleichermaßen ein Kennzeichen der dramatischen Tage Ende April 1986 in Tschernobyl, genau geschildert in den Aufzeichnungen des sowjetischen Atomwissenschafters Valery Legasov.

Inside Chernobyls Sarcophagus
Dokumentation (1996)
BBC
„Inside Chernobyl’s Sarcophagus“ is a fascinating documentary on the scientists that risked their lives to go inside the Chernobyl reactor. It covers the sarcophagus built to contain the remains of the destroyed reactor and the work of the Russian scientists, staff and soldiers who risked and continue to risk their lives in the clean-up operation. Horizon takes an look at the horror and effects of Chernobyl 10 years after the disaster. Watch the true story of what is really happening inside of chernobyls sarcophagus.

Tschernobyl – 20 Jahre danach
Dokumentation (2006
3Sat
3Sat erinnert an den Tag der Katastrophe und seine Folgen. Seit dem 26.April 1986 ist Tschernobyl das Synonym für eine globale Umweltkatastrophe, die nach 20 Jahren noch nicht überwunden ist. Mit einer „spezial“-Ausgabe seines Wissenschaftsmagazin „nano“ und 3 Dokumentationen erinnerte 3Sat an den größten atomaren Unfall und seine Folgen.

Tschernobyl und Europa: Die Auswirkungen der Nuklearhavarie
Dokumentation (2006
arte
Die Dokumentation folgt den radioaktiven Wolken, die sich nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl bildeten und sich Ende April und Anfang Mai 1986 über weite Teile Europas entluden. Sie zeigt die heute noch spürbaren Folgen des radioaktiven Niederschlags sowohl in der unmittelbaren Umgebung der Unfallstelle, als auch in den weit entfernten Regionen Norwegens und Griechenlands.

Tschernobyl – Verstrahlt und vergessen
Dokumentation (2006)
WDR Fernsehen/arte
Im April 1986 ereignet sich der Reaktorunfall in Tschernobyl. Die Explosion in einem Atomkraftwerk setzt Unmengen radioaktiven Materials frei und verseucht auf Jahre hinaus die Umgebung. Der radioaktive Fallout erreicht auch den Westen Europas. Filmemacher Christoph Boekel erzählt in seinem Dokumentarfilm von den persönlichen Schicksalen der Menschen, die er bei seiner Arbeit in Russland kennen gelernt hat und die unmittelbar von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl betroffen waren.

Die Atomfalle: Die Lage rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl
Dokumentation (1998)
arte
Die Dokumentation wurde im Jahr 1998 gedreht, also zwölf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Sie zeigt die damalige Lage der Bevölkerung in Russland, Weißrussland und der Ukraine, die unmittelbar von der Havarie und ihren Folgen betroffen war und bis heute ist.

Tschernobyl und die Schweiz: Eine Katastrophe und ihre Folgen
Dokumentation
3sat
Am 26. April 1986 explodiert ein Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl. Es ist der größte Unfall in einer zivilen Kernkraftanlage aller Zeiten. Wenige Tage später erreicht die radioaktive Wolke Westeuropa. Angst und Ratlosigkeit machen sich breit. Der Film von Helen Stehli Pfister zeigt mit Filmdokumenten und Aussagen von Zeitzeugen, wie in der Schweiz die Bevölkerung und Behörden nach der Katastrophe reagierten. Außerdem zeigt er, wie sich die Energiepolitik in den folgenden Jahren entwickelte.

Tschernobyl, all inclusive: Reise in ein verstrahltes Gebiet
Dokumentation
3Sat/Das Erste
Seit kurzem bietet ein Reiseveranstalter für 200 Dollar am Tag Reisen nach Tschernobyl an. Die Reportage begleitet eine Reisegruppe, fragt nach den Motiven der Besucher und nach dem Umgang mit der alltäglichen radioaktiven Gefahr und beschreibt einen Tag und eine Nacht in der Sperrzone.

Vergessene Helden: Der Liquidator aus Tschernobyl
Dokumentation
3Sat
Die Explosion des Blocks 4 im Lenin-Atomkraftwerk hat das Leben von Millionen Menschen maßgeblich verändert. Vor allem die Liquidatoren und deren Familien leiden bis heute unter den Folgen. 800.000 Männer wurden vom Regime Gorbatschow nach der Katastrophe in das Strahleninferno geschickt, um die Folgen zu beseitigen. Valentin Fjodorowitsch Podrjadtschikow war Ingenieur im Kraftwerk Tschernobyl. Als der Reaktor explodierte, saß er zwei Kilometer weiter in Pripyat mit Freunden zusammen und spielte Schach. Valentin und seine Familie wurden zwei Tage nach dem Unfall evakuiert, sie mussten alles zurücklassen. Nur wenige Wochen später fuhr Valentin als Liquidator wieder zurück nach Tschernobyl – das Kraftwerk musste so schnell wie möglich wieder ans Netz. Die Dokumentation „Vergessene Helden: Der Liquidator aus Tschernobyl“ begleitet Valentin auf seinem Weg zurück in seine geplünderte Wohnung nach Pripyat, zurück in die gesperrte Zone, zurück in seine Vergangenheit.

Pripyat – 20 Jahre Tschernobyl
Dokumentation (1999)
Bayerisches Fernsehen
Vor 20 Jahren – am 26. April 1986 – ereignete sich der schwerste Reaktorunfall der Geschichte. Bis heute hat sich die Ukraine nicht davon erholt, die Zahl der Strahlentoten und Strahlengeschädigten geht in die Hunderttausende.

Leben im Todesstreifen
Dokumentation
MDR Fernsehen
Am 26. April 2006 jährte sich zum 20. Mal die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Es war der bislang größte Super-Gau in der Geschichte der friedlichen Nutzung von Atomenergie. Auch 20 Jahre danach sind die Folgen in der betroffenen Region zu sehen und zu spüren. Und die Diskussion über Sinn und Unsinn der Atomenergie wird weltweit unvermindert hart geführt. In einem Themenabend zeigte das MDR-Fernsehen, wie Menschen heute im so genannten Todesstreifen leben, aber auch, wie die Hilfe für die Opfer 20 Jahre danach ungebrochen ist.

Der schleichende Tod. 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
Dokumentation
WDR Fernsehen
20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl macht sich ARD-Korrespondent Albrecht Reinhardt auf Spurensuche. In den heute noch besonders radioaktiv belasteten Gegenden der Ukraine und Weißrusslands erzählen die Menschen dem Reporter, wie die Rettungsarbeiter von damals elendig an der Strahlung gestorben sind. Und warum es Menschen dennoch wieder in die gefährliche Heimat gezogen hat. Offiziell gilt Entwarnung in Sachen Tschernobyl. Eine groß angelegte Studie der UN kommt zu dem überraschenden Ergebnis, die befürchteten Langzeitschäden für Menschen und Umwelt seien nicht eingetreten. Das sei total unhaltbar sagen andere Wissenschaftler. Die Studie verharmlose die tatsächliche Gefahr, die von Tschernobyl ausgegangen sei und immer noch ausgehe. Dieser Meinung ist auch der renommierte weißrussische Atomphysiker Nestarenko, den Albrecht Reinhardt in Minsk trifft. Nestarenko leitet ein Forschungsinstitut, das Tausende Kinder betreut, die an der Schilddrüse erkrankt sind. Eine Spätfolge von Tschernobyl, sagt der Atomphysiker. Albrechts Reinhardts Film zeigt zugleich, wie die Reaktorkatastrophe das Leben der Menschen in der ehemaligen Sowjetunion noch heute prägt. Tschernobyl ist aktueller denn je.

DOKUMENTATIONEN RUND UM FUKUSHIMA

Fukushima – Die Wahrheit hinter dem Super-GAU
Dokumentation
arte
Bis zum 11. März 2011 waren die meisten Japaner von der Sicherheit der Kernenergie fest überzeugt. Doch als ein Erdbeben und der darauffolgende Tsunami das Atomkraftwerk Fukushima zerstörten und es dort zur Kernschmelze kam, ist das Land in seinen Grundfesten erschüttert. Hinzu kommt die mangelhafte Informations- politik seitens der Betreibergesellschaft und offizieller Stellen, so dass sich die Bevölkerung bis heute nicht sicher sein kann, was tatsächlich passiert ist und welche Gefahren noch heute bestehen.

Fukushima – Chronik eines Desasters
Dokumentation
arte
Am 11. März 2011 kam es infolge eines Tsunamis in der Atomanlage nahe der japanischen Stadt Fukushima zu einer folgenschweren Unfallserie, die in einem nuklearen Super-GAU gipfelte. Das größte Rätsel ist bis heute, wie es zu einem Totalausfall der Stromversorgung und infolgedessen zu einer mangelhaften Kühlung der Reaktorkerne und Brennstäbe kommen konnte – mit der bekannten fatalen Kettenreaktion von der Kernschmelze bis zum Freisetzen erheblicher Mengen an Radioaktivität.

Die Fukushima Lüge – ein Jahr nach dem Tsunami
Dokumentation
ZDF
Als die japanische Regierung am 11. März 2011 um 19.06 Uhr den atomaren Notstand ausrief, hielt die Welt den Atem an. Das große Erdbeben und der darauf folgende Tsunami hatten in Japans Norden am Nachmittag ganze Städte ausgelöscht. Japan am Boden, und jetzt auch noch der befürchtete SuperGAU, der drohte, eine der bevölkerungsreichsten Regionen der Erde zu verstrahlen – mit unabsehbaren Folgen für Japan und die Weltwirtschaft.

Die Fukushima-Lüge: Täuschen, tricksen, drohen
Dokumentation
ZDF
Im 3. Jahr nach der Fukushima-Reaktorkatastrophe begibt sich ZDF-Ostasienkorrespondent Johannes Hano und sein Team auf die Spurensuche. Sie bringen erschreckende Erkenntnisse zu Tage über den Atomkonzern TEPCO, die japanische Regierung und die Folgen der Katastrophe. Im Jahr 2020 will Japan die Olympischen Spiele ausrichten und die Welt beruhigen. Deshalb versicherte der neue Ministerpräsident Shinzo Abe „Bei Fukushima ist alles unter Kontrolle.“ Die Tatsachen sprechen eine ganz andere Sprache.

Fukushima nach der Katastrophe – Alltag im Ausnahmezustand
Dokumentation
phoenix
Bunsei Watanabe ist Parlamentsabgeordneter in der Präfektur Fukushima. Immer wieder betritt er das Sperrgebiet um das zerstörte Atomkraftwerk – die Todeszone. Watanabe will nach dem Rechten sehen und, wie er sagt, „die schönen Dinge“ retten. „Wir müssen festhalten, wie die Gegend einmal war – jetzt, da alles so zerstört und verstrahlt ist, wie in einem Horrorfilm.“ Es ist ein Alltag im Ausnahmezustand: Immer mehr Lebensmittel sind radioaktiv kontaminiert, Fleisch, Reis, Gemüse. Noch immer leben tausende Flüchtlinge in Behelfsunterkünften. In den nächsten Monaten sollen ihre verstrahlten Häuser aufwendig dekontaminiert werden. Ob es hilft, ist völlig offen. Denn die havarierten Reaktoren von Fukushima sind trotz aller Beteuerungen von AKW-Betreiber Tepco noch immer eine Zeitbombe. Auch das zeigt der Film: Wie ist die Lage im AKW wirklich? Wie versucht Tepco die Folgen des Super-GAUs zu verharmlosen – auch ein Jahr nach der Katastrophe?

Die Atomruinen von Tschernobyl und Fukushima
Dokumentation
WDR
Ranga Yogeshwar ist auf Spurensuche in Tschernobyl und entdeckt viele Parallelen zwischen den Ereignissen damals und heute in Japan. Wie können japanische Ingenieure und Techniker von den Erfahrungen ihrer Kollegen in Tschernobyl profitieren? Leider scheinen sich auch die persönlichen Schicksale der betroffenen Menschen zu wiederholen. Liquidatoren – das waren die Männer, die in Tschernobyl versuchten, die radioaktive Strahlung zu liquidieren. Die Dokumentation erzählt die unendliche Geschichte des Sarkophags – und zeigt, was die Techniker in Fukushima daraus lernen können.

Die Welt nach Fukushima
Dokumentation
phoenix
Nach Tschernobyl ist Fukushima das zweite Symbol für den atomaren Super-GAU. Im Zusammenhang eines Tsunamis war es 2011 zu einer Katastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima gekommen. Bei dieser wurden erhebliche Mengen radioaktiver Strahlung freigesetzt. Dieses Erdbeben und seine katastrophalen Folgen haben nur die Schwachstellen des überheblichen Systems ans Licht gebracht. Aufgrund einer Abschätzung der Gesamtradioaktivität ordnete die japanische Atomaufsichtsbehörde die nukleare Ereignisse einige Tage nach der Katastrophe mit der Höchststufe 7 „katastrophaler Unfall“ ein. Angesichts der gefährlichen radioaktiven Strahlung ergeben sich viele Fragen zum Fukushima Super-GAU. Diese Doku hinterfragt die Nutzung von Kernenergie und legt die Schwachstellen eines Systems frei, welches vielen Risiken nicht gewachsen scheint…

FILME / SPIELFILME

Urban Explorers: Into the Darkness
Dokumentation (2007)
DVD
Welcome to the captivating world of urban exploration, an international subculture of fearless thrill-seekers who lurk beneath city streets and trespass into long-abandoned buildings, defiantly searching for unseen treasures of modern civilization. Documentary filmmaker Melody Gilbert follows Max Action, Slim Jim, Katwoman and Turobzutek as they infiltrate aging lunatic asylums, government sites, faded tourist attractions, sewers, drains, and even the forbidden Catacombs in Paris. Many explore armed with only a camera, often snapping astonishingly beautiful photos.

Urban Explorers: Quests for Myth, Mystery and Meaning
Dokumentation
Internet
„Urban Explorers: Quests for Myth, Mystery and Meaning“ is a 30-minute short by University of London PhD candidate Bradley L. Garrett. Anchored around interviews with five scholars (Tim Edesom, Caitlin Desilvey, David Pinder, Hayden Lorimer, Alastair Bonnet), the short explored topics such as pyschogeography, materiality, surveillance, and rediscovery of play against a backdrop of the filmakers own exploration footage in London, Las Vagas, and California. The film goes deeper than the usual historic and aesthetic survey, and into the emotional aspect of why urban explorers are drawn towards the search for „gaps and cracks“ in our predictable and spectacularized urban spaces.

Bunker – Die letzten Tage
Dokumentation (2002)
DVD
„Bunker – Die letzten Tage“ zeigt das unterirdische Bunkerlabyrinth in Berlin und erzählt vom Überleben der Menschen in diesen Schutzräumen während des Zweiten Weltkrieges. Diese atemberaubenden Bilder aus den Bunkern, russisches und amerikanisches Archivmaterial, Propagandafilmausschnitte, Wochenschaumaterial und Zeitzeugenberichte werden zu einer eindrucksvollen Collage, die einen ungewohnten Blick auf die letzten Tage des Dritten Reichs eröffnet.

NOVA Back To Chernobyl
Dokumentarfilm (1989)
VHS
Nova travels to the site of the worlds worst nuclear disaster in Nova: Back to Chernobyl. Affecting some areas as far away as Northern Europe, the Ukrainian event released an unprecedented amount of radiation into the atmosphere. Beyond the far-reaching nuclear fallout, the Soviet Unions failure to respond in a timely and honest manner created powerful global tension. The reactor explosion left an indelible stain on Mikhail Gorbachevs tenure. Bill Kurtis and physicist Richard Wilson return to Chernobyl to uncover the societal wounds caused by such a massive accident.

Tschernobyl – Alles über die größte Atomkatastrophe der Welt
Dokumentarfilm (2007)
Discovery Channel
Im Morgengrauen des 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl. Eine regenbogenfarbene Stickflamme schoss 1.000 Meter hoch in den ukrainischen Himmel. In den folgenden acht Monaten nahmen 800.000 junge Soldaten, Minenarbeiter, Feuerwehrleute und Zivilisten aus der gesamten Sowjetunion einen fieberhaften Kampf um Tschernobyl und gegen die Zeit auf… Anhand von Augenzeugenberichten, darunter persönliche Erinnerungen des ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow, den eindringlichen Bildern von Igor Kostin, des einigen Fotografen am Ort des Geschehens, Archivaufnahmen, Originaldokumentationen und neuesten Forschungsergebnissen folgt „Tschernobyl” den damaligen Ereignissen und arbeitet die langfristigen Konsequenzen des Unglücks für Menschen und Umwelt auf. Ein packendes, chronologisches Protokoll der Ereignisse, die unser Bewusstsein für die Risiken der Atomenergie für immer verändern sollten…

Tschernobyl – die Schwelle
Dokumentation (1991)
VHS
Der Reaktorunfall von Tschernobyl am 26. April 1986 ist die bislang größte Katastrophe in der Geschichte der friedlichen Nutzung von Kernenergie. Die austretende Radioaktivität hat eine ganze Region unbewohnbar gemacht und weltweit bleibende Schäden hinterlassen. Wieviele Menschen dem Unglück zum Opfer fielen, werden erst nachfolgende Generationen wissen. Die Künstlergruppe Prometheus aus der evakuierten Stadt Pripjat versammelt sich alljährlich zum Jahrestag und denkt über die Ursachen und Folgen der Tragödie nach.

Pripyat – Leben und Arbeiten bei Tschernobyl
Dokumentation (1999)
Als der österreichische Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter 1999 zu den Dreharbeiten nach Pripyat aufbrach, war das Atomkraftwerk noch in Betrieb. Menschen arbeiteten in der verbotenen verseuchten Zone und gingen dort ein und aus. Die Abschaltung ändert nichts an der ständigen Gefährdung nicht nur dieser, sondern auch der folgenden Generationen. Pripyat ist heute eine streng bewachte Geisterstadt, die Häuser verfallen, das Betreten ist nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Die 30-km-Zone ist mit einem Stacheldraht eingezäunt, ein willkürlich mit dem Zirkel abgemessenes Gebiet, das keineswegs der realen Verseuchung der Böden entspricht. Innerhalb der Zone zu leben ist nach wie vor verboten. Obdachlose machen sich das kaum zu überwachende Gebiet zunutze.

Urban Explorer – The Movie
Kinostart Oktober 2011
Erzählt wird die Geschichte von vier jungen Urban Explorern aus vier unterschiedlichen Kontinenten, die sich in Berlin treffen, um gemeinsam mit einem einheimischen Anführer den historischen Untergrund der deutschen Hauptstadt zu erforschen und dabei verloren gehen. Im Untergrund wartet neben Schmutz und Getier allerdings noch ein ganz anderes Übel, mit dem niemand gerechnet hätte. Regie führte bei diesem 3 Mio. Dollar Horror-Thriller das deutsche Nachwuchstalent Andy Fetscher nach einer Vorlage von Martin Thau

Geschichten hinter vergessenen Mauern – Lost Place Storys aus Leipzig
Dreiteilige Dokumentation – DVD Produktion
Ob zentrumsnah oder in den Randgebieten, kann man in Leipzig unzählige architektonisch beeindruckende Bauwerke sowie unterirdische Keller- und Tunnelanlagen bestaunen, die seit 20 Jahren und mehr leer stehen und auf Abriss oder Neunutzung warten. Auf der Suche nach einer Umgebung, die in keinem Reiseführer steht und dennoch mehr von der Vergangenheit einer Stadt erzählt als so manches Geschichtsbuch, begeben wir uns auf die Spur verlassener Orte. Auf die Spur der Geschichten von so genannten LOST PLACES in Leipzig.

Chernobyl Diaries
Kinostart Juni 2012
UdSSR, 26.April 1986: Im AKW Tschernobyl ereignet sich ein katastrophaler Zwischenfall und große Mengen atomar strahlenden Materials verseuchen weite Teile von Europa. Die Einwohner der angrenzenden Stadt Prypjat werden erst einen Tag nach dem Unglück evakuiert, erfahren fast nichts über die Ursache und haben kaum Zeit, ihren Besitz zu packen. Ein Vierteljahrhundert später beschließt eine Gruppe junger Amerikaner um Chris und Paul, ihren Europatrip mit einer Sehenswürdigkeit der besonderen Art zu beenden. Fasziniert von der Geschichte der Atomkatastrophe reisen sie ins nahegelegene Prypjat, die verlassene Stadt der Tschernobyl-Arbeiterschaft. Geleitet vom Fremdenführer Uri besichtigen sie das Gelände. Als sie schließlich die Heimfahrt antreten wollen, bemerken sie, dass ihr Auto fahruntüchtig gemacht wurde. Und plötzlich scheinen die drückenden Häuserschluchten doch nicht so verlassen…

Alone in the Zone 1 & 2
Dokumentation
DVD
Für seine Dokumentation besuchte der Filmemacher Arkadiusz Podniesinski verbotene Orte, die anderen nicht zugänglich sind. Darunter beispielsweise Rossocha – der größte Schrottplatz für radioaktive Fahrzeuge. Zudem das Atomkraftwerk, in dem ein missglücktes Experiment 1986 zu einer Katastrophe beispiellosen Ausmaßes geführt hat. Podniesinski betrat auch den Kontrollraum von Block 4 – den Ort, an dem alles begann, indem der Verlauf der Geschichte verändert wurde. Außerdem besuchte er Chernobyl-2 und eines der wichtigsten Elemente des Frühwarnsystems vor einem nuklearen Angriff: das DUGA Überhorizontradar. Ein wichtiger Aspekt im zweiten Teil ist das Kommandozentrum, militärische Gebäude und die Ausrüstung für die Analyse der von den Antennen gesammelten Signale.

Lost Place
Kinostart März 2013
Zur ersten gemeinsamen Schatzsuche bringt Daniel seinen Kumpel Thomas mit. Elli hat ihre Smartphone-fixierte Freundin Jessica an ihrer Seite. Ihre Schatzsuche führt die vier Teenager in den scheinbar endlosen Pfälzer Wald. Doch der idyllische Herbsttag findet ein abruptes Ende, als ein mysteriöser Mann im Strahlenschutzanzug auftaucht. Seinen Warnungen vor einer unsichtbaren Gefahr in diesem Teil der Wälder wollen die vier keinen Glauben schenken. Erst als Jessica plötzlich verschwindet, eskaliert die Situation. In den Wäldern stoßen sie wenig später auf eine mysteriöse Militärbasis, wo vor langer Zeit mit elektromagnetischen Wellen, Extremely Low Frequency oder kurz ELF genannt, experimentiert wurde…

Die Südzentrale
Dokumentation
DVD
Nichts bewegt die Wilhelmshavener mehr, als der drohende Abriss der Südzentrale. Seit der Premiere im Februar 2014 entwickelte sich der 45-minütige Dokumentarfilm über das einzigartige Industriedenkmal zum regionalen Blockbuster, mittlerweile haben an den drei Aufführungsterminen 2.500 Zuschauer den Film gesehen. Pünktlich zur „Langen Nacht der Kultur“ wurde die von vielen sehnsüchtig erwartete DVD 2014 fertiggestellt und konnte bereits in der UCI Kinowelt Wilhelmshaven erworben werden.

Es gibt noch weitere Dokumentation oder Filme die Sie kennen? Dann melden Sie sich doch bei uns. Wir nehmen Ihren Hinweis dann gerne auf.

Stand: Mai 2014

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.