Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

Foto: Wikimedia Commons/Saalebaer/CC BY-SA 3.0

Das Dokumentationszentrum ist eine Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt und das Fachmuseum für die Alltagskultur der DDR. Es widmet sich der Kultur-, Sozial- und Alltagsgeschichte sowie der Alltagskultur in der DDR. Das Museum wurde 1993 gegründet, um die materielle Kultur des Alltags in der DDR zu sichern und für Ausstellungen, Forschung und Bildung bereitzustellen. Seitdem wurden etwa 170.000 Gegenstände aus dem ostdeutschen Alltag, von Hausrat über Bekleidung und Möbel bis zu Schallplatten, Büchern, Urkunden und Fotografien gesammelt. Eine Fachbibliothek ermöglicht Einsichtnahme in Publikationen aus der DDR und der neueren Literatur.

Das Dokumentationszentrum befindet sich in einer denkmalgerecht sanierten ehemaligen Kinderkrippe im Zentrum der seit 1951 erbauten Modellstadt Eisenhüttenstadt. Es zeigt seit 1995 wechselnde Ausstellungen, 2012 wurde die Dauerausstellung grundlegend neu konzipiert. Das Haus wird jährlich von 6.000 bis 10.000 Gästen besucht. Seine Ausstellungen werden auch in anderen Bundesländern gezeigt. Leiter des Museums war 1993 bis 2012 Andreas Ludwig.

Das Dokumentationszentrum war zunächst eine kommunale Einrichtung und wurde dann von 1998 bis 2012 einem gemeinnützigen Verein getragen. Gefördert wurde das Dokumentationszentrums vom Land Brandenburg, dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Eisenhüttenstadt. Ab 2013 erhält es finanzielle Unterstützung nur noch vom Land Brandenburg und dem Landkreis Oder-Spree. Der Deutsche Kulturrat setzte es im Sommer 2012 auf die Rote Liste Kultur (Kategorie 1), da es von seiner Schließung bedroht ist. Ab 2013 wird es wieder von der Stadt Eisenhüttenstadt getragen, zeigt aber nur noch die bereits bestehenden Ausstellungen. Aktuell befindet sich das Dokumentationszentrum in der Kategorie 2 und gilt als gefährdet.

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
www.alltagskultur-ddr.de

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