Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Foto: Wikimedia Commons/Roehrensee

Der kleine Ort Mödlareuth war in der Zeit des geteilten Deutschlands von der innerdeutschen Grenze mit Grenzanlagen und einer Mauer durchschnitten. Als Sinnbild der Trennung wurde der Ort auch „Klein-Berlin“ genannt. Das Museum bezieht einen Abschnitt des tatsächlichen Grenzabschnitts ein. Arndt Schaffner (1946–2007) aus Münchberg zählt neben dem Töpener Bürgermeister Arnold Friedrich zu den Initiatoren der Museumsgründung. Schaffner war Erster Vorsitzender des Vereins Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth e. V. und anschließend Geschäftsführer. 1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Das Museum gibt in seinen Ausstellungsräumen einen Überblick über die Grenzsituation und die Schicksale getrennter Familien und Personen, die über die Grenze zu flüchten versuchten. Ausgestellt sind Fahrzeuge der Grenzbehörden beider Seiten. Der Freilichtbereich zeigt neben der tatsächlichen Grenzbefestigung exemplarisch weitere Apparaturen und Befestigungen, die in den verschiedenen Bauphasen eine Überwindung der Grenze verhindern sollten.

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13, 95183 Töpen
www.moedlareuth.de

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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