Derrick-Kran Landré & Bartels

Der Fünf-Tonnen-Ladekran des früheren Unternehmens Landré & Bartels vom Hersteller Schmidt-Tychsen steht am Fährweg in Bad Oeynhausen. Dieser wurde – gemeinsam mit seinem Pendant (1933) – 1955 auf dem Gelände der damaligen Holzhandlung Landré und Bartels errichtet, um Holz von den Schiffen auf das Werksgelände zu bewegen. Pläne den Kran zu translozieren – also abzubauen und an anderer Stelle neu aufzubauen – scheiterten.

2011 wurde der „neuere“ Kran unter Denkmalschutz gestellt. Diese Entscheidung fällte das Verwaltungsgericht Minden und beendete damit einen seit mehreren Jahren schwelenden Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem Eigentümer, der sich gegen eine Eintragung gewehrt hatte. Als Grund gab das Denkmalamt den hohen Symbolwert für die Weserschifffahrt und die einst florierende Holzindustrie an. Gegen das Urteil legte der Eigner beim Oberverwaltungsgericht in Münster Einspruch ein.

Derrick-Kran

Als Derrick-Kran wird ein Kran bezeichnet, der aus einem an der Spitze abgespannten oder abgestrebten Mast und einem verstellbaren Ausleger besteht. Der Ausleger ist am Mast gelenkig gelagert und wird von einem über die Spitze des Mastes geführten Seil in einer bestimmten Position gehalten. Die Last wird mit einem über die Spitze des Auslegers geführten Seil gehoben. Der Ausleger kann außerdem um die Hochachse des Mastes geschwenkt werden, in der Regel dreht dabei der gesamte Mast mit. Der Name stammt vom englischen Henker Thomas Derrick.

Dokument-Information
Objekt ID: rp-034039
Kategorie: Handel & Gewerbe, Industriekultur
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Standort: keine Angabe
Baujahr: 1955
Denkmalschutz: ja
Architekt: keine Angabe
Objekt erfasst: 18.07.2017
Objekt erstellt: 16.08.2018
Letzte Änderung: 18.08.2018
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