Denkmalstiftung unterstützt Mauersanierung der Ruine Kaltenburg

Ruine Kaltenburg. Foto: Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Stuttgart/Giengen-Hürben (aw). Einst war sie mächtig, die Burg Kaltenburg oberhalb des Tals, in dem die Lone in die Hürbe mündet. Sie hat Höhen und Tiefen, Zerstörungen und viele Burgherren überdauert. Jetzt ist sie zunehmend dem Verfall ausgesetzt. Die Burgmauer zwischen den Ecktürmen muss dringend saniert werden. „50.000 Euro hat die Denkmalstiftung Baden-Württemberg nun bewilligt, um die Interessengemeinschaft Kaltenburg e. V. bei der aufwändigen Instandsetzung finanziell zu unterstützen“, betonte Prof. Dr. Michael Goer, Mitglied im Kuratorium der Denkmalstiftung Baden-Württemberg bei der Übergabe des Fördervertrags.

Damit kann nun die 60 Meter lange und vier Meter dicke Natursteinwand, in der bereits Teile eingestürzt sind, wieder aufgebaut, stabilisiert und abgesichert werden. Die Kaltenburg hat eine lange Geschichte. Gegründet wurde sie vermutlich von Heinrich von Kalden, dem Reichshofmarschall unter Friedrich I. Barbarossa. 1240 sind die Herren von Kaltenburg urkundlich genannt. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die stattliche Burganlage immer wieder erweitert, die Eigentümer wechselten. 1332 waren die Grafen von Helfenstein Besitzer, 1357 die Herren von Riedheim. 1435 belagerte und beschädigte die Reichsstadt Nürnberg die Anlage, im 15. und 16. Jahrhundert wurde sie wieder aufgebaut, bis die Schweden sie im Dreißigjährigen Krieg 1632 und 1634 zerstörten.

Beim späteren Wiederaufbau wurden die beiden Ecktürme errichtet. 1820 übernahmen die Grafen von Maldeghem die Burg. Erst 1938 und 1940 wurde damit begonnen, die mittelalterliche Ruine zu sichern, Anfang der 1980-er Jahre wurden die beiden Vierecktürme saniert. 2014 hat sich die Interessengemeinschaft Kaltenburg e. V. mit derzeit 140 Mitgliedern zum Ziel gesetzt, den weiteren Zerfall der Burgruine zu stoppen.

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