Denkmalförderung – Zwölf Millionen Euro Fördermittel für NRW

Blick von der Burgruine Blankenberg ins Tal der Sieg. Foto: pixelio/Thomas Max Müller

Düsseldorf (aw). Wie das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen mitteilte, stehen in diesem Jahr wieder zwölf Millionen Euro für den Denkmalschutz zur Verfügung. Das sind 6,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Jetzt steht fest, welche Projekte konkret gefördert werden. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, sagte dazu: „Die Fördermittel für die Denkmalpflege wurden deutlich erhöht. Damit sichern wir das kulturelle Erbe, denn Baudenkmäler sind Teil des Gedächtnisses unseres Landes.“ Für kleinere Maßnahmen werden rund 1,2 Millionen Euro als Pauschalmittel an über 170 Kommunen privater Eigentümer an Baudenkmälern ausgegeben.

Mit weiteren 3,7 Millionen Euro unterstützt das Land die Landschaftsverbände und die Stadt Köln bei archäologischen Projekten. Der Betrag für die Bodendenkmalpflege liegt auf dem Niveau der Vorjahre. Der Schwerpunkt der finanziellen Unterstützung liegt auf dringend notwendigen Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen. „Die deutliche Erhöhung der Fördermittel für die Denkmalpflege ermöglicht es, gerade das große Engagement von Privaten in unserem baukulturellen Erbe nach Jahren ohne oder nur sehr geringer Zuschussförderung wieder unterstützen zu können“, erläutert die Ministerin.

Die Ministerin betont, dass Denkmalschutz mehr als Traditionspflege bedeute: Er sei zukunftsträchtig und biete vielfältige Chancen für Nordrhein-Westfalen. „Denkmäler steigern die Lebensqualität in den Städten, Gemeinden und Kreisen, stiften Identität und schaffen Zusammenhalt“, berichtet Scharrenbach. Zugleich sei die Förderung auch als Dank und Anerkennung für das vielfältige ehrenamtliche Engagement im Denkmalschutz zu werten. „Diese Arbeit genießt unsere besondere Wertschätzung.“

Insgesamt fördert das Ministerium denkmalpflegerische Maßnahmen mit fast 19 Millionen Euro. Davon fließen im Wesentlichen bereits dieses Jahr 13,8 Millionen Euro in mehr als 200 Einzelobjekte an Baudenkmälern von Privaten, Kirchen und Kommunen. Damit wird ein Gesamt-Investitionsvolumen von rund 66 Millionen Euro unterstützt.

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