Dachsanierung von Schloss Amelunxen wird gefördert

Schloss Amelunxen. Foto: Alexander von Köckritz

Beverungen (pm/aw). Bei einem Pressetermin vor Ort überbrachte Kristin Wichert, Ortskuratorin Paderborn der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), gemeinsam mit Jutta Dewenter von WestLotto an Louisa Freifrau von Weichs einen symbolischen Fördervertrag über 100.000 Euro für die Dachsanierung von Schloss Amelunxen, unter anderem für die Erneuerung der Dacheindeckung mit Sollingplatten. Das regionalhistorisch und kunstgeschichtlich bedeutende Schloss gehört zu den über 720 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Das Herrenhaus von Schloss Amelunxen steht in einem großen Wirtschaftshof, an den ein Landschaftspark anschließt. Die Anlage steht in der Nachfolge eines mittelalterlichen bischöflichen Gutshofs. Im 16. Jahrhundert waren die Brüder Gerd und Ludolf von Amelunxen die Eigentümer des von ihnen 1554 erbauten Schlosses. 1718 wurde das Ensemble an den Paderborner Fürstbischofen Franz Arnold Freiherr von Wolff-Metternich zur Gracht verkauft, seitdem befindet es sich in Familienbesitz.

Das Herrenhaus, das von den Erbauern als Doppelwohnsitz mit spiegelbildlich angeordneten Wohnungen errichtet wurde, ist ein langgestreckter, zweigeschossiger und verputzter Steinbau im Stil der frühen Weserrenaissance. Eckquaderungen, ein horizontales Geschossgesims und von Sandsteingewänden gerahmte, teils als Kreuzstockfenster gestaltete Fenster prägen die Fassaden. Der Bau wird über eine zweiläufige Freitreppe, die zu zwei Rundbogenportalen mit breitem Stabmaßwerk und Wappen führt, erschlossen. Zwei Steinerker ragen auf drei Konsolen in der ersten und letzten Achse aus. Profilierte Dreiecksgiebel bekrönen die Erker. Ein hohes mit regionaltypischen Sandsteinplatten gedecktes Dach mit in der Mitte spitzgiebeligem Zwerchhaus wohl aus dem 19. Jahrhundert und Dachgauben deckt den Bau. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eines der beiden Treppenhäuser entfernt und der gemeinsame Saal im Obergeschoss geteilt.