„Concordia“ macht Platz für Wohnheim

Bremen (aw). Das ehemalige Theater „Concordia“ in Bremen hat ausgedient und wird abgerissen. Die Immobilie macht einem Studentenwohnheim mit etwa 60 Appartements Platz. Eine Abbruchanzeige liegt vor, derzeit laufen die Entkernungsarbeiten. Das Gebäude, dessen Erbauung in das jahr 1851 zurückgeht, blickt auf eine bewegende Geschichte zurück. Als Eisenbahnpavillon finden hier sonntags Konzerte statt. Eine Schankwirtschaft wird 1880 installiert. Das „Concordia“ überlebt beide Weltkriege, wird zum Kino mit Gaststätte umfunktioniert. In den 70er Jahren entsteht hier eine Studiobühne, mit teilweise skandalösen Aufführungen. Bis 2007, dann wird das Theater aus finanziellen Gründen geschlossen. Ein wenig Leben haucht eine Theatergruppe 2012 ein, bis 2016 wurden noch Kaffee und Wein serviert. Jetzt kommt der Abbruchbagger.

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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