Bund zahlt Vorplanung zur Sanierung der Finowkanal-Schleusen

Schiffshebewerk Niederfinow, 2017, im Hintergrund das neue Hebewerk. Foto: Ralf Roletschek/GFDL 1.2

Eberswalde (aw). Wie Landrat Daniel Kurth (SPD) jetzt mitteilte, übernimmt der Bund die Kosten für die Vorplanung zur Sanierung aller zwölf Schleusen des Finowkanals. Eine entsprechende Vereinbarung habe der Landkreis Barnim mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bereits unterzeichnet. Mit der Sanierung der Schleusen soll der Betrieb des Finowkanals nachhaltig gesichert werden. Nun müsse noch ein Zweckverband der Gemeinden am Finowkanal gegründet werden, um die Schleusen wie geplant vom Bund übernehmen und betreiben zu können, teilt der Landkreis mit.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind verlässliche Planungsdaten und eine Kostenschätzung zu den voraussichtlichen Aufwendungen für die Grundsanierung der Schleusen erforderlich. Diese Daten möchte man bis Anfang des kommenden Jahres vorlegen. Der Zweckverband soll noch in diesem Jahr gegründet werden. Der Bund wollte sich eigentlich von seinem 32 Kilometer langen Finowkanal – Kanal und Schleusen stehen unter Denkmalschutz – als Eigentümer trennen. Dann wurde bekannt, dass nur noch die Schleusen und zwei Brücken abgegeben werden sollen.

Der Finowkanal ist die älteste künstliche Wasserstraße in Deutschland, die noch in Betrieb ist. Die sogenannte „Sonstige Binnenwasserstraße“ zweigt im Westen bei Zerpenschleuse vom Oder-Havel-Kanal, einer Teilstrecke der Bundeswasserstraße Havel-Oder-Wasserstraße (HOW), ab und mündet im Osten unterhalb des Schiffshebewerks Niederfinow bei Liepe in die Oderberger Gewässer der HOW.

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