Bronzeplakette: Titzer Düppelsmühle erfolgreich restauriert

Düppelsmühle in Titz. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Titz (dsd/aw). Für die gelungene Restaurierung der Düppelsmühle in Titz im Landkreis Düren wurde jetzt von Roland Tauber, Ortskurator Jülich/Jülicher Land der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an den Denkmaleigentümer Peter Josef Wirtz eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ überbracht. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte 2015 für die Wiederherstellung der Mühle dank der Lotterie GlücksSpirale 80.000 Euro zur Verfügung. Vor zwei Jahren stand die Titzer Schauwindmühle im Blickpunkt, als der Mühlenkasten aufmontiert und die Mühle buchstäblich zusammengesetzt wurde.

Die Bockwindmühle erhebt sich über einem runden Backsteinsockel auf einem hölzernen Hausbaum. Der verbretterte Mühlenkasten ist drehbar montiert. Ein weit ausladender, gebogener Sterz ermöglicht das Drehen der Mühle gegen den Wind. An der einen Giebelseite war das hölzerne Flügelkreuz angebracht. Im Inneren des Denkmals ist die historische Mühlentechnik erhalten. Die 1952 stillgelegte Mühle wurde im Juni 2014 bei einem Unwetter stark beschädigt. Zuvor war die Bockwindmühle eine der seltenen noch weitgehend original erhaltenen Mühlen ihres Typs in der Region.

Ihren Namen hat die 1708 in Efferen bei Köln erbaute Bockwindmühle, weil sie seit 1829 auf dem Düppel steht, dem Titzer Höhenrücken. Die Aufhebung des Mühlenbanns in der Franzosenzeit und der Verkauf kirchlicher Güter zwischen 1805 und 1832 führte zum Verlust vieler Kunden im Wettbewerb mit den Getreidemühlen im Umkreis von Efferen. Die Mühle wurde unrentabel und 1829 an den Hürther Müllerssohn Johann Winand Trebels verkauft, der die Mühle in Efferen ab- und zwischen Kirchherten und Titz an der vorzeitlichen Burganlage Düppelsburg wieder aufbaute.

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