Bronzeplakette für Klostermühle in Schönthal

Klostermühle in Schönthal. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Schönthal (dsd/aw). Vor zwei Jahren stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die statische Instandsetzung der Dachkonstruktion des Klostermühlengebäudes, Thurau Nr. 11 in Schönthal 30.000 Euro zur Verfügung. In diesen Tagen nun erreicht Denkmalbesitzer Maximilian Rohrmüller eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Tafel soll das Engagement der privaten Förderer der Denkmalstiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung halten und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert stammende, 1830 erneuerte und 2011 stillgelegte Klostermühle in Thurau, die bis zur Säkularisation zu dem im 10. Jahrhundert gegründeten Augustinerkloster gehörte, ist eines von über 440 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Mehrere Wasserläufe umgeben das Mühlenanwesen am südöstlichen Ortsrand von Thurau, das wenige Kilometer östlich der Gemeinde Schönthal in einer äußerst reizvollen landschaftlichen Umgebung liegt. Zur Mühle, dem Haus Nr. 11, gehören ein Wohnhaus mit Halbwalmdach und verschindeltem Giebel, Gewölbe-Stallungen und ein Stadel.

Das eigentliche Mühlengebäude mit vorhandener technischer Ausstattung ist zweigeschossig. Das Mühlengebäude wurde wohl um 1700 errichtet. Aus der Erbauungsphase stammen die wesentlichen Bau- und Grundrissstrukturen des Gebäudes und das bauzeitliche Dachwerk, ein in der Konstruktion regionaltypisches Kehlbalkendach. Der Eingang befindet sich auf der Hofseite im Norden. Die technische Ausstattung stammt aus dem späten 19. Jahrhundert bis hinein in die frühen 1950er Jahre. Die Wohnräume der Müllerfamilie lagen im Osten. Die einfach gehaltenen Zimmer mit Weißdecken erhielten ihre Gestaltung nach 1830, nachdem die Vorfahren der heutigen Eigentümer die Mühle erworben hatten. Die Wohnausstattung hingegen stammt aus der Zeit um 1914. Im Westen des Gebäudes verläuft der Mühlbach, der Triebwerkskanal. Hier befinden sich die unterschlächtigen Mühlräder, von denen wesentliche Teile der Eisenkonstruktionen noch erhalten sind.

Aufgrund seiner Baugeschichte, aber auch aufgrund seiner weitgehend originalen und kaum veränderten Ausstattung ist die Klostermühle in Thurau ein bedeutendes Bau- und Kulturdenkmal, dessen Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.

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