Bronzeplakette für Kloster Dambeck in Salzwedel

Kloster Dambeck in Salzwedel. Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Salzwedel (dsd/aw). Zwischen 2010 und diesem Jahr hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Restaurierungsarbeiten an Kloster Dambeck in Salzwedel im Altmarkkreis mit insgesamt über 240.000 Euro aus Erträgnissen der GlücksSpirale, zweckgebundenen Spenden und einer größer angelegten Sammelaktion gefördert. Nun erreichte Prior Jens Bauer zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. So bleibt das Engagement der privaten Förderer der Denkmalstiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Das Benediktinerinnenkloster Dambeck wurde 1224 gegründet. Nach der Reformation 1541 wandelte man es in ein evangelisches Damenstift um. Um 1750 erfolgten umfangreiche Um- und Erweiterungsbauten in barocken Stilformen. Von 1644 bis 1945 fungierte das ehemalige Kloster als landwirtschaftliche Domäne. Seit 1992 wird die Anlage von evangelischen Mönchen der Joseph-Bruderschaft, die nach der benediktinischen Ordensregel leben, landwirtschaftlich genutzt. Seit 2004 ist die Bruderschaft Eigentümer.

Die im Kern um 1250 errichteten Klostergebäude südlich der Klosterkirche umschließen einen großen, in etwa quadratischen Hof. Die sogenannte Kapellanei oder Propstei befindet sich nördlich der Kirche. Sie stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert, aus der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik. Es handelt sich um einen lang gestreckten eingeschossigen Mauerwerksbau aus Ziegeln im Klosterformat sowie aus Feldsteinen. Die reich gegliederte Fassade entstand zur Wende des 14. Jahrhunderts. Ein Satteldach mit Frontspießen auf beiden Längsseiten schließt den Bau ab. Im Innern weist der Bau flache Kreuzgratgewölbe auf.

Besonders im Bestand gefährdet war die Propstei. Trotz Notsicherungen am Dach und den Gewölben bestand 2010 akute Einsturzgefahr. Bei der Klosterkirche sind derzeit Zimmererarbeiten an Schiff und Turm erforderlich.

Die Dambecker Klosteranlage, die zu den bedeutendsten Zeugnissen frühgotischer Klosterbaukunst in der Altmark und in Nordostdeutschland zählt, gehört zu den über 560 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

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