Bronze für Weberei-Museum in Oberweser

Oberweser-Gieselwerder (dsd/aw). In diesen Tagen erreichte Nora Kircher, die Eigentümerin des denkmalgeschützten Weberei-Museums in Oberweser-Gieselwerder im nordhessischen Landkreis Kassel eine Bronzeplakette mit dem Hinweis: „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Durch die Plakette bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar, sie soll zugleich zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte vor zwei Jahren die dringend notwendigen Reparaturen an der Ost-, Süd- und Nordfassade des Fachwerkhauses mit 70.000 Euro.

Der Ort Gieselwerder liegt direkt an der Weser. Im historischen Ortszentrum haben sich mehrere niederdeutsche Hallenhäuser aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Dazu zählt das Fachwerkhaus Steinweg 2, auch „kleiner Schneider“ genannt. Erbaut wurde das Haus 1723 von dem Schmied, Ackermann und Dorfvorsteher Hans Henrich Otto und seiner Frau Anna Margaretha Seitz. Auf der Giebelseite des zweigeschossigen traufständigen Gebäudes befindet sich ein zweiflügeliges Deelentor, dessen Pfeiler und Torsturz beschnitzt und bemalt sind. Im Inneren hat sich die große Diele erhalten, in die Pferdefuhrwerke einfahren konnten.

2009 kauften Nora und Timur B. Kircher nach Gesprächen mit dem Hessischen Museumsverband das denkmalgeschützte Gebäude und richteten hier das Weberei-Museum mit einer umfangreichen Ausstattung, einem Bildarchiv und einer Handarbeitsschule in der Webstube ein. Im Haus finden auch Kulturveranstaltungen und Trauungen statt.

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