Bronze für St. Cyriakus in Schwaigern

Schwaigern (dsd). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte zunächst für die Dachdecker- und Zimmererarbeiten am Turm der St. Cyriakuskirche in Schwaigern im Landkreis Heilbronn, dann für die Konservierung der Wandmalereien vor zwei Jahren insgesamt über 50.000 Euro zur Verfügung. Jetzt überbrachte Gisela Lasartzyk, Ortskuratorin Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), gemeinsam mit Christoph Grüber von Lotto Baden-Württemberg eine Bronzeplakette mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Pfarrer Martin Bulmann. Die Plakette soll nach Abschluss gelungener Restaurierungsmaßnahmen die Unterstützung der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto in Erinnerung halten und zu weiterem Engagement ermuntern.

Im Ortskern von Niederhofen, einem Ortsteil von Schwaigern, befindet sich die evangelische Pfarrkirche St. Cyriakus. Um 1073 erbaut, wurde die Kirche in der Folgezeit mehrfach verändert. Der Dachstuhl des Langhauses lässt sich dendrochronologisch auf das Jahr 1346 datieren, die Malereien sind stilistisch ebenfalls dem 14. Jahrhundert zuzuordnen. 1434 erfolgte ein Umbau, bei dem der spätgotische Chor angebaut und die Kirche im Inneren ausgemalt wurde. So schmücken Malereien auch die Nord- und Westempore. 1774 erhielt die Kirche ihre heutige Gestalt, dabei veränderte man den Innenraum durch eine Erweiterung nach Norden.

Im Laufe der Zeit waren an dem Gebäude zahlreiche Schäden aufgetreten. Die Dachdeckungen waren undicht, Feuchtigkeitsschäden und Anobienbefall gab es in den Dach- und Fachwerkkonstruktionen, der Dachstuhl hatte sich verformt, der Chorbogen wies etliche Risse auf wie auch das Mauerwerk. Hinzu kam aufsteigende Feuchtigkeit und Verwitterungen am Westgiebel, am Chor zu harter Fugenmörtel, Risse und Hohlstellen im Innenputz im Bereich der Malereien. Die Secco-Malereien im Chorgewölbe hatten sich fast vollständig vom Putzgrund gelöst, sodass eine klassische Trockenreinigung der Verschmutzungen nicht möglich war. Die Restaurierung der Gewölbe- und Wandmalereien wurde mit einem sehr guten Ergebnis fertiggestellt. Durch zurückhaltende Strahler sind die Malereien nun dezent in Szene gesetzt.

Die besondere Herausforderung der Innenrenovierung bestand darin, die Nutzungsanforderungen der Gemeinde zu integrieren, was sehr gut gelang.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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