Berufskolleg Lünen: Sporthalle wird hochmodern saniert

So sieht die Halle derzeit aus der Luft aus. Gut zu erkennen: Der dunkle, kleine Eingangsbereich. Foto: Kreis Unna - Vermessung und Kataster

Lünen (aw). Eine neue Fassade, ein großzügiger Eingang, mehr Licht – auf dem Computer sieht die sanierte Sporthalle des Lippe Berufskollegs aus wie eine neue Halle. Doch neu gebaut wird sie nicht. Sie soll saniert werden. Es ist nämlich nicht alles schlecht an dem alten Gebäude. Die Grundsubstanz kann erhalten bleiben, energetisch muss sich aber einiges tun.

„Klar ist, dass das Gebäude, das 1974 gebaut wurde, eine neue Fassade und Dämmung braucht. Damit wollen wir künftig bis zu 70 Prozent an Heizkosten sparen“, sagt Fachbereichsleiter Detlef Schroeder. Dafür kommt die Wandverkleidung innen raus. Außen wird eine Vorsatzschale angebracht. So wird das Gebäude der neu errichteten Kreissporthalle an der Platanenallee ähneln – samt der transluzenten Profilglasfassade, die vor das Mauerwerk gesetzt wird und als Dämmung funktioniert.

Technik wird erneuert

Eine neue Lüftungsanlage auf dem aktuellen Stand der Technik soll im Sommer für erträgliche Temperaturen in der rund 1.300 Quadratmeter großen Halle sorgen. Die gesamte Nutzfläche beziffert der Fachbereich auf circa 2.050 Quadratmeter – dazu gehört ein kleines Fitnessstudio. „Das wollen wir erweitern und an aktuelle Maßstäbe anpassen“, sagt Corinna Stork, Sachgebietsleiterin im Fachbereich.

Im Blick hat Kreis Unna-Architekt Stefan König, der den Plan für die energetische Sanierung entworfen hat, vor allem die Umwelt: „Ich will in der Umsetzung nachhaltige Materialien verwenden und mit einer Dachbegrünung schützen wir nicht nur das Dach und dämmen zusätzlich sondern bieten auch einen Raum für Insekten und verbessern ein Stück weit das Stadtklima.“

Neuer Eingang

Der alte Eingang ist sehr eng und dunkel. Immer wieder gibt es Stellen im Gebäude, die den Aufenthalt von mehreren Personen gleichzeitig nur schwer zulassen. Deshalb muss auch der Grundriss verändert werden. Ein größerer Eingang mit dahinterliegendem Wartebereich soll Abhilfe schaffen. Über dem Eingang entsteht ein neuer Raum – dort soll die Technik unter anderem für die Lüftungsanlage einziehen.

Der Aufbau hat noch den Nebeneffekt, dass der Eingang deutlicher zu erkennen ist – und gibt die Chance, eine schöne große Schrift am Gebäude zu platzieren, damit jeder sofort erkennt, wo die Sporthalle ist. Beginn der Bauarbeiten an und in der Halle ist für die Sommerferien 2019 geplant. Abgeschlossen sein soll die energetische Sanierung bis 2020. Die Kosten beziffert der Fachbereich auf rund 3 Millionen Euro.

1 Kommentar

  1. Schön, dass nicht alles immer abgerissen wird und auch erhalten bleibt!
    Aber Achtung!
    70 Prozent Heizkosten einsparen?
    Mit welchem Aufwand soll das erreicht werden?
    EnEV § 25 Befreiungen verlangt ausdrücklich die Wirtschaftlichkeit!
    Die Nutzungsdauer liegt bei 10 Jahren, dann einfach rechnen, 70 % sind Utopie.
    Herzliche Baugrüße
    Christoph Jaskulski

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