Bauten der sozialistischen Ära Bulgariens dokumentiert

Stefan Hellmann vor dem Busludscha-Denkmal. Foto: Stefan Hellmann

In Bulgarien gibt es eine Vielzahl an Monumentalbauten der sozialistischen Ära. Der Fokus dabei lag auf dem bekannten Busludscha-Denkmal auf dem Berg Chadschi Dimitar. Bulgarien tut sich schwer mit seiner sozialistischen Vergangenheit, aus diesem Grund sind die meisten Denkmäler verlassen und in einem schlechten Zustand. Lediglich Monumente die keinen inhaltlichen Bezug zum Kommunismus haben werden staatlich gepflegt und unterhalten. Alle Bauten sind im Stil des/der Brutalismus/Sozialistischen Moderne erbaut. Hier sind seine Impressionen …

House of the Bulgarian Communist Party on Mount Buzludzha

Foto: Stefan Hellmann
Foto: Stefan Hellmann

Das Denkmal liegt auf dem Gipfel des Bergs Chadschi Dimitar und wurde zu Ehren der sozialistischen Bewegung Bulgariens 1981 erbaut. Es befindet sich an der Stelle, an der 1868 der Rebellenführer Chadschi Dimitar gegen die Türken kämpfte und 1891 die Arbeiterpartei Bulgariens gegründet wurde. Nach dem Untergang des Sozialismus 1990 ist es verlassen und zerfällt langsam. Erbaut wurde es von der Kommunistischen Partei Bulgariens und ist aktuell in Staatsbesitz. Pläne das Areal der Nachfolgepartei BSP (Bulgarische Sozialistische Partei) zu übergeben scheiterten, wohl wegen der hohen Folgekosten.

The Defenders of Stara Zagora Memorial Complex

Foto: Stefan Hellmann
Foto: Stefan Hellmann

The Defenders of Stara Zagora Memorial Complex erinnert an das 100 jährige Jubiläum der Schlacht um Stara Zagora im Russisch-Türkischen Krieg von 1877-78. Dieser endete mit einer Niederlage des Osmanischen Reichs und führte zur Unabhängigkeit Bulgariens. Erbaut wurde das 50 Meter hohe Monument 1977. Im Jahr 2001 wurde es umfassend restauriert und befindet sich aktuell in einem guten Zustand.

Monument of the Bulgarian-Soviet Friendship

Foto: Stefan Hellmann
Foto: Stefan Hellmann

Das Denkmal in Varna erinnert an Russisch-Türkischen Krieg von 1828-29. Es steht an der Stelle wo die russischen Streitkräfte Lager bezogen haben vor der Eroberung Varnas. Seit der politischen Wende 1990 ist es Verlassen und der Eingang wurde verschlossen. Die Inschrift am Monument „Freundschaft zwischen den Ländern über Jahrhunderte“ wurde wahrscheinlich von Schrottdieben gestohlen. Der allgemeine Zustand des Bauwerks ist eher schlecht, eine Sanierung ist derzeit nicht geplant.

Monument to the Founders of the Bulgarian State – 1300 Years of Bulgaria

Foto: Stefan Hellmann
Foto: Stefan Hellmann

Der Komplex steht auf einem Berg über der Stadt Shumen. Erbaut wurde er 1981 zum 1300 jährigen Jahrestag der Gründung Bulgariens. Im Innenareal stehen 21 Statuen bedeutender bulgarischer Herrscher, die Säulen sind mit Mosaik verziert. Auf der höchsten Säule wacht das Wappentier Bulgariens, ein Löwe welcher Kraft und Stärke symbolisiert. Das Denkmal ist frei zugänglich, jedoch wird an einem kleine Kassenhaus ein Eintritt von umgerechnet 1,50 € verlangt.

Darüber hinaus gibt es weitere sehenswerte Bauten, die Hellmann nach eigenen Angaben leider nicht besucht hat. Dies ist neben dem Pantheon of the Heroes of the Serbo-Bulgarian War in Gurgulyat, dem Knoll of Fraternity Memorial Complex in Plovdiv, dem Banner of Peace in Sofia auch The Arc of Liberty in Troyan. (sh)

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here