Barbarakapelle in der Liebfrauenkirche erhält Fördermittel

Liebfrauenkirche in Halberstadt. Foto: Feldstein/CC BY-SA 4.0

Halberstadt (dsd/aw). Für die Beseitigung von Wasserschäden an den Innenwänden und am Altar der Barbarakapelle in der Liebfrauenkirche in Halberstadt (Landkreis Harz) stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank der treuhänderischen Curt Richter-Gedächtnis-Stiftung in der DSD und zweckgebundener Spenden exakt 5.272,79 Euro zur Verfügung. Die DSD unterstützt mit ihren Treuhandstiftungen die Restaurierung des Halberstädter Gotteshauses bereits seit 1993 mit bislang insgesamt rund 900.000 Euro.

Die Halberstädter Liebfrauenkirche wurde für das 1005 von Bischof Arnulf gegründete Augustiner-Chorherrenstift errichtet. Aus der Anfangszeit haben sich die Untergeschosse der Westtürme erhalten. Unter Bischof Rudolf wurde das Gotteshaus im 12. Jahrhundert umgebaut. Es entstand der heutige Kirchenbau, der ganz dem Hirsauer Baugedanken verpflichtet ist. Die Apsis der kreuzförmigen, dreischiffigen Pfeilerbasilika ist nur wenig eingezogen und wird beidseitig flankiert von apsidial abschließenden Nebenchören.

Die Doppelturmfront im Westen akzentuiert den Außenbau. Im Inneren sind die überlebensgroßen stuckierten Chorschranken zu nennen. Sie entstanden nach einem Brand Ende des 12. Jahrhunderts in der heute noch existierenden figürlichen Form, vermutlich zwischen 1200 und 1220. Die Reliefs von Christus, Maria und den 12 Aposteln sind überaus qualitätvoll und gelten als bedeutendes Werk sächsischer Plastik. Auch die Farbigkeit der Spätromanik blieb bei ihnen bewahrt.

Die DSD hat die Liebfrauenkirche erstmals 1993 mit rund 750.000 Euro gefördert. Seit 2004 unterstützt sie regelmäßig Restaurierungsarbeiten dank zweckgebundener Spenden, der Lotterie GlücksSpirale und der treuhänderischen W.-A.-H.-Meyer-Stiftung und der treuhänderischen Curt Richter-Gedächtnis-Stiftung in der DSD.

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