Bahnbetriebswerk Leipzig-Hbf-Süd

Es war das älteste Bahnbetriebswerk in Deutschland – das Bw Leipzig HBF Süd – und feierte 1987 sein 150-jähriges Bestehen. Nach einem Großbrand 2012 waren große Teile des Lokschuppens akut einsturzgefährdet. Die DB Netz AG beantragte Anfang 2013 den Abbruch einiger Teile.

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Am 16. Januar 2012 kam es zu einem Großbrand auf dem Gelände des Bahnbetriebswerks. Laut Bundespolizeiinspektion hatte(n) der/die Täter die Scheibe eines abgestellten Waggons eingeschlagen und einen Brandsatz hineingeworfen. Die Flammen griffen unmittelbar auf den Lokschuppen über. Bei dem Feuer wurden Wagen des legendären Transeuropaexpress aus den 1950er Jahren zerstört, die dort laut Nürnberger DB Museum in Halle untergestellt waren. Weiter fielen mehrere Waggons den Flammen zum Opfer. Breits 2011 wurde im Lokschuppen eingebrochen. Die Täter hätten laut Polizeibericht die Türen aufgebrochen und seien so in den Unterstand eingedrungen. Dabei seien die Scheiben der Fahrzeuge eingeworfen, Wände beschmiert und Inneneinrichtungen herausgerissen worden. Der entstandene Schaden durch den Vandalismus lag damals bei mehreren Zehntausend Euro.

Drei Diesellokomotiven wurden vor dem Brand zur Aufarbeitung nach Halle gefahren. Dadurch blieben sie glücklicherweise von dem Feuer verschont. Nach Angaben eines Bahnsprechers dienten die verbliebenen Wagen nur noch als Ersatzteilspender und standen vor der Verschrottung. Im Februar 2013 wurde von der DB Netz AG die Genehmigung zum Abriss des Ringlokschuppens mit Drehscheibe und 24 Strahlengleisen beantragt. Das Eisenbahnbundesamt prüfte die verkehrliche Entbehrlichkeit dieser Anlagen. Nach einigen Monaten wurden die Anlagen abgerissen.

Quelle: LVZ-Online

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Dokument erstellt am 24.05.2013
Letzte Änderung am 03.07.2014

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.