Bagger nagt wieder an der Paulaner-Brauerei

Atbau der Paulaner Brauerei, jetzt im Abbruch. Foto: Mattes/CC BY-2.0

Au (aw). Nachdem die Paulaner-Brauerei die Kapazitätsgrenze am Nockherberg (München) erreichte, wurde 2014 im Stadtteil Langwied der Grundstein für einen Brauereineubau gelegt. Dies bedeutete gleichzeitig, dass Teile des Altbaus weichen mussten und die Signale auf Abriss standen. Derzeit frisst sich die Hydraulikzange wieder durch die Fassaden – aktuell durch die des Sudhauses. Dabei wird der Blick auf die kupfernen Kessel frei, die noch immer im Gebäude an ihrem Platz stehen. Verantwortlich für die Abbrucharbeiten ist die Bayerische Hausbau. Diese wird die drei Paulaner-Grundstücke in der Oberen und Unteren Au zurückbauen um dort etwa 1.500 Wohnungen für insgesamt 3.000 Menschen zu bauen.

Das Großprojekt überschreitet die Obergrenze der gültigen Bebauungsdichte für ein Allgemeines Wohngebiet, die Stadt rechtfertigte die Genehmigungen mit der Wohnungsnot in München. 2014 wurden bereits erste Gebäude entfernt, die die Brauerei nicht mehr benötigte. Die Paulaner-Brauerei hatte im selben Jahr an der Ohlmüllerstraße das neue Verwaltungsgebäude gebaut. Vor den Abbrucharbeiten in diesem Jahr musste der wegen „partiell erhebliche Schadstoffbelastungen“ kontaminierte Boden ausgehoben werden. Zudem musste man Wanderfalken, Mauersegler und Haussperlingen umsiedeln. In drei Jahren sollen bereits erste Mieter in das neue Stadtquartier einziehen.

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