Ausstellung „Big Heritage – Welche Denkmäler welcher Moderne?“

Ausstellung 2016 in Marl, Foto: Detlef Podehl

Duisburg (aw). Kirchen, Schlösser und Fachwerkhäuser gelten heute unbestritten als Baudenkmale. Wie aber wird der Wert von Großwohnsiedlungen, Einkaufszentren oder Campus- Universitäten beurteilt? Zwei Drittel des Gebäudebestands in Deutschland wurden zwischen 1949 und 2000 errichtet, mehr als die Hälfte davon allein bis 1980. Die häufig als „Betonklötze“ geschmähten Bauten der Nachkriegsjahrzehnte sind heute Zeugnisse einer abgeschlossenen Epoche. Als solche nimmt sie die Denkmalpflege in zahlreichen europäischen Ländern seit gut zwei Jahrzehnten immer mehr in den Blick. Die Ausstellung „BIG HERITAGE. Welche Denkmale welcher Moderne?“ gibt anhand ausgewählter europäischer Beispiele einen Einblick in die Denkmal-Debatten um Bauten der Nachkriegsmoderne.

„Weiße Riesen“ Hochhaussiedlung in Duisburg, Foto: Ben Kuhlmann

Dabei geht es nicht nur um die Alternative Erhaltung oder Abriss. Die Gesellschaft muss sich die Frage stellen, ob und wie sie an das utopische Versprechen der Moderne anknüpfen will. Denn die Herausforderungen von damals bestehen weiterhin. Es stellt sich die Frage nach angemessenen Umgangsstrategien mit dem BIG HERITAGE: Konservieren, rekonstruieren oder kernsanieren? Umnutzen oder abreißen? Viele Akteure sind an diesen Aushandlungsprozessen beteiligt: Bewohner, Nutzer und Eigentümer, Architekten, Denkmalpfleger und nicht zuletzt die Politik.

Zu sehen sind u. a. Fotografien von Walter Danz, Gerald Große, Otto Hainzl, Herbert Lachmann, Bernd Walther, Raumlabor. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags, von 13.00 bis 18.00 Uhr zu besichtigen, der Eintritt ist frei. Mehr Informationen unter www.bigbeautifulbuildings.de

Vernissage:
30. August 2018, 18.00 Uhr
Grußworte: Heinrich Hendrix, Vorsitzender BDA Rechter Niedrrhein, und Martin Breil, Untere Denkmalbehörde der Stadt Duisburg
Einführung: Sonja Hnilica und Christos Stremmenos, TU Dortmund / WDWM

Veranstalter:
BDA Bund Deutscher Architekten
TU Dortmund
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brennender Dornbusch, Kulturkirche Liebfrauen.