Ausstellung „Armenische Architektur und Genozid 1915–2015“

Kloster Khtzkonk, Tekor Situation 2011. Foto: Samvel Karapetian, RAA, Jerewan

Osnabrück (pm). Welche Auswirkungen hat der Genozid auf das kulturelle Erbe der Armenier in der Türkei? Diese Frage ist der Ausgangspunkt für die Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft „Armenische Architektur und Genozid. 1915–2015“ vom 5. Dezember bis 19. Januar im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 5. Dezember, 19.30 Uhr, wird Bürgermeisterin Birgit Strangmann für die Stadt Osnabrück ein Grußwort sprechen. Anschließend führt Dr. Raffi Kantian, Vorsitzender der Deutsch-Armenischen Gesellschaft, inhaltlich in die Ausstellung ein.

Als Fingerabdruck des armenischen Lebens steht die Architektur im Mittelpunkt. Fotos von Familien, Arbeitsstätten, Häusern und Stadtvierteln vermitteln Eindrücke vom Leben der Armenier vor 1915. Damals gab es ca. 5.000 armenische Schulen, Kirchen und Klöster – das Leben in weiten Teilen der Türkei war multiethnisch und armenische Architektur prägte ganze Straßen- und Ortsbilder. Was wurde aus den armenischen Bewohnern und was geschah mit den Bauten? Einen Eindruck von deren Verschwinden durch Zerstörung, Umbau und Verfall vor dem Hintergrund des Genozids vermitteln exemplarisch die einzelnen Stationen der Ausstellung, die sich an ein breites Publikum ohne historische Spezialkenntnis richtet.

Ausstellung „Armenische Architektur und Genozid 1915–2015“
Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Zeitraum: 5. Dezember bis 19. Januar
Markt 6, 49074 Osnabrück
www.remarque.uni-osnabrueck.de

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