Aus Tuchfabrik Bäßler & Ullrich werden grüne Wohneinheiten

Ruine der ehemaligen Tuchfabrik Bäßler & Ullrich. Foto: rottenplaces Archivfoto.

Werdau (aw). In der letzten Woche hat der Werdauer Stadtrat einstimmig den Baubeschluss zum Abbruch und zur Revitalisierung der Industriebrache der ehemaligen Tuchfabrik Bäßler & Ullrich an der Richardstraße beschlossen. 1,54 Millionen Euro sollen hier investiert werden, um am Platz der Solidarität und an der Pleiße zwei neue Nutzungen zu generieren. Wie Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) mitteilte, gab es in der Vergangenheit diverse Planungen für das Areal – umgesetzt wurde nichts. Das ist jetzt anders.

Die rund 3.400 Quadratmeter große Fläche Richardstraße/Straße zum Stadtpark soll als Bauland ausgewiesen werden. Das zweite Teilstück mit einer Grundfläche von 12.600 Quadratmetern, zwischen der Richardstraße und der Pleiße liegend, wird renaturiert und als Grünzone angelegt. Dafür wird die bestehende, ruinöse Gebäudesubstanz abgebrochen und der verwilderte Gehölzbestand abgeholzt. Unter Beachtung des Hochwasserschutzes wird das Areal neu modelliert sowie naturnah und ökologisch gestaltet. Die dadurch entstehende Freizeit- und Erholungszone kann notfalls auch als Hochwasserschutzzone der Pleiße funktionieren. Mehrere Ebenen sollen drapiert werden, hier sollen sich Gewächse und Blühwiesen ansiedeln.

Die kalkulierte Summe von 1,54 Millionen Euro setzt sich zusammen aus 1,1 Millionen Euro für die Abbruchmaßnahmen, samt Entsorgung und Regulierung des Geländes. Planungskosten und Arbeiten für das neue Gelände werden mit 444.000 Euro beziffert. Die Stadt hat im aktuellen Haushaltsplan sowie aus den Jahren 2016 und 2017 Gelder für die anstehenden Arbeiten bereitgestellt und EU-Fördermittel in Höhe von 80 Prozent beantragt.

2015 hatte die Stadt die ehemalige Tuchfabrik für 70.000 Euro gekauft (wir berichteten). Zuvor hatten die Abgeordneten abgestimmt, mit 22 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen. Es folgten zähe Preisverhandlungen mit dem Eigentümer aus Limbach-Oberfrohna, der ursprünglich eine sechsstelligen Betrag erzielen wollte. Finanziert wurde der Kauf mithilfe von Städtebaufördermitteln.

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