Aus Sternburg-Ruine wird Quartier „Zur Alten Brauerei“

Sternburg Brauerei. Foto: Radler59/CC BY-SA 4.0

Leipzig (aw). Auf dem in den 1990er Jahren stillgelegte Betriebsgelände der Sternburg-Brauerei im Ortsteil Lützschena-Stahmeln soll auf etwa 51.000 Quadratmetern das attraktives Quartier „Zur Alten Brauerei“ mit etwa 350 Wohnungen, einer Kindertagesstätte, einem Lebensmittelmarkt und kleinerem Gewerbe entstehen (wir berichteten). Fünf Planungsbüros wurden vom Stadtplanungsamt beauftragt, ihre Konzepte einzureichen. Der mit 13.000 Euro dotierte Siegerentwurf für das Gebiet zwischen Hallesche Straße, der Straße Zur Alten Brauerei und Bahnstraße stammt von der Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten, Bayer Uhrig Architekten und Franz Reschke Landschaftsarchitektur.

„Beispielgebend ist für mich, dass sich der neue Eigentümer eines Großteils der Flächen zu einem konkurrierenden Verfahren entschieden hat und jetzt auch ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis vorliegt. Die ausgesprochen gelungene Verbindung der historischen, ortsbildprägenden Bausubstanz mit einer modernen Ergänzungsbebauung, die Sicherung von Anteilen sozialen Wohnungsbaus und ein überzeugendes Grünkonzept, wird in Lützschena ein attraktives und den Ortsteil belebendes Wohnquartier schaffen“, sagt Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau.

So soll es auf dem Areal zukünftig aussehen. Foto: Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten/Bayer Uhrig Architekten/Franz Reschke Landschaftsarchitektur

Ein wesentlicher Bestandteil der Planung sollte der behutsame Umgang mit den denkmalgeschützten Gebäuden auf dem Areal sein darunter sämtliche verbliebenen Gebäude, Keller und Luftschutzbunker. Diese sind Teil des Gesamtkonzepts und sollen instand gesetzt und modernisiert werden. Von der Entwicklung des Areals soll besonders auch das Umfeld profitieren, Freiräume in dem Areal besonders sorgfältig geplant werden und ökologische Aspekte, wie etwa der Umgang mit Regenwasser, eine tragende Rolle spielen.

Die Vorgabe war weiter, ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher, auch gemeinschaftlicher Wohnformen zu bedenken sowie ein nachhaltiges Mobilitätskonzept und der sparsame Umgang mit Grund und Boden. Die Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten, Bayer Uhrig Architekten und Franz Reschke Landschaftsarchitektur überzeugte die Jury schließlich unter anderem mit der Inszenierung der Bestandsgebäude. So soll etwa das denkmalgeschützte Turmhaus im Sinne historischer Planungen baulich erweitert und die eingeschossigen ehemaligen Abfüllhallen in Teilen aufgestockt werden.

Die eingebundenen Gutachter empfehlen nun eine zeitnahe Überarbeitung des siegreichen Entwurfs in einigen Details. Das Konzept soll dann eine Grundlage für die Entwicklung des Bebauungsplans Nr. 445 sein. Alle Entwürfe sind bis zum 22. März in der vierten Etage des Neuen Rathauses auf der Ausstellungsfläche neben dem Stadtmodell zu sehen. Am Montag, den 25. März, findet um 17.30 Uhr in der Feuerwache Lützschena eine Informationsveranstaltung zu den erzielten Ergebnissen und zum Bebauungsplan „Wohnquartier Zur Alten Brauerei“ statt.

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